Bezirk Schwaz

Die Narren haben den Bezirk Schwaz fest in der Hand

"Prost Salve“ heißt es schon bald wieder in Schwaz, wenn die Faschingsnarren das Zepter in der Bezirkshauptstadt übernehmen.
© Fankhauser

Unzählige Muller, Hexen, Bären und Peitschenschneller füllen zum 40-Jahr-Jubiläum der Brauchtumsgruppe Schwaz die Altstadt.

Schwaz –Ausnahmezustand herrscht in der so genannten fünften Jahreszeit in Schwaz. Vom Unsinnigen Donnerstag bis zum Faschingsdienstag hat nämlich nicht mehr BM Hans Lintner das Sagen, sondern Faschings-Bürgermeisterin Verena die I.

„Wir haben heuer einen kurzen Fasching, das gibt uns die Chance, unsere Kräfte zu bündeln“, freut sich BM Lintner schon jetzt über das närrische Treiben in der Stadt. Los geht’s am Samstag, 27. Jänner, um 13.30 Uhr mit dem Brauchtums- und Mullerschaug’n im SZentrum. Zottler, Hexen, Klötzler, Bären und Spiegeltuxer versuchen ab 19 Uhr den Winter zu vertreiben. „Da kann man hautnah mehr über die verschiedenen Verkleidungen erfahren“, sagt Veranstalter und Obmann der Brauchtumsgruppe Schwaz Christoph Häusler. Das Highlight folgt am Samstag, 28. Jänner. Die Brauchtumsgrupp­e feiert ihr 40-Jahr-Jubiläum mit einem großen Faschingsumzug in die Altstadt. Ab 13 Uhr bringen rund 28 Gruppen, zwölf Festwägen und vier kostümierte Musikkapellen die Zuseher zum Staunen. „Wir planen seit etwa einem Jahr intensiv am Jubiläum und wollen keine Saufwägen, sondern Traditionen hochleben lassen“, sagt Häusler. Von den Völser Blattlern, den fetzigen Hexen bis hin zu Peitschenschnellern ist alles dabei. Im Anschluss wird im SZentrum beim Patschenball gefeiert.

Am 3. Februar folgt die legendäre Weibernacht der Schwazer Faschingsgilde. Am Unsinnigen Donnerstag steht die Stadt dann endgültig kopf. „An diesem Tag sind wir das Zentrum der Narren und des Frohsinns“, sagt Lintner. Ab 10 Uhr geht es mit den kleinen Narren los und um 14 Uhr ziehen die Muller der Brauchtumsgruppe durch die Innenstadt. Bevor am Faschingsdienstag – dem traurigsten Tag – der Fasching beim Naz-Verbrennen endet, wird beim Rosenmontagsball der Senioren kräftig gefeiert.

Zu weiteren Faschingshochburgen im Bezirk zählen Jenbach (s. rechts), wo sich die Narren mit „Tengl, Tengl“ begrüßen. „Jahoi“ heißt es stattdessen in Stumm, wo die Faschingsgilde Rosenmontag mit Aufführungen und Faschingsdienstag mit einem Umzug die narrische Zeit zelebriert. „Hoi, hoi“ ertönt in Zell. Hier zählt die Faschingssitzung zu den Höhepunkten: „Der Straßenkehrer und zwei Nachbarn servieren Klatsch und Tratsch und lassen das Dorfgeschehen humoristisch Revue passieren“, sagt Josef Stock, Obmann des Zeller Theatervereins. Im Inntal hat sich Fonapa-Naz in Vomp als feste Faschingsgröße etabliert. Der personifizierte Fasching ist morgen Samstag dem Phantom der Oper ausgeliefert: 50 Darsteller stellen eine Musicalshow mit mitreißender Musik, spannender Geschichte und viel Witz auf die Bühne. (emf, ad)

Im Vorjahr waren nicht nur die Kleinen als Blumen verkleidet, sondern auch die Großen, die die Entente Florale aufs Korn nahmen.
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