UN warnen: Gewalteskalation in Syrien für Zivilisten verheerend

Damaskus (APA/dpa) - Die jüngste Eskalation der Gewalt in Syrien hat für Zivilisten nach Angaben der Vereinten Nationen verheerende Auswirku...

Damaskus (APA/dpa) - Die jüngste Eskalation der Gewalt in Syrien hat für Zivilisten nach Angaben der Vereinten Nationen verheerende Auswirkungen. Besonders dramatisch ist die Lage im Nordwesten des Bürgerkriegslandes, wo den UN zufolge seit Mitte Dezember mehr als 210.000 Menschen durch Kämpfe und Luftangriffe vertrieben wurden.

Auch in anderen umkämpften Gebieten Syriens habe die jüngste Gewalt Hunderte Todesopfer und Verletzte zur Folge gehabt, erklärte das UN-Nothilfebüro Ocha am Mittwoch. Es rief alle Kriegsparteien auf, weitere Gewalt zu verhindern und humanitäre Hilfe zu ermöglichen.

Im Nordwesten Syriens gehen Regierungstruppen seit Wochen gegen Rebellengruppen vor, die dort die Provinz Idlib und benachbarte Gebiete kontrollieren. Die Zivilisten flohen den UN zufolge in Richtung Grenze zur Türkei. Hilfsorganisationen warnten zuletzt, sie hätten massive Probleme, die Menschen ausreichend zu versorgen.

Dramatisch ist die Lage auch in der Rebellenenklave Ost-Ghouta östlich der Hauptstadt Damaskus, wo die Gewalt ebenfalls eskalierte. Dort sind etwa 400.000 Zivilisten von Regierungstruppen eingeschlossen. Hilfstransporte kamen in den vergangenen Monaten nur selten in das Gebiet. Berichten zufolge müssen Zivilisten teilweise tagelang ohne Essen auskommen. Kinder seien an Unterernährung gestorben.