Papst Franziskus besucht Migranten in Chile

Iquique/Lima (APA/dpa) - Papst Franziskus will bei seinem Besuch in Chile am Donnerstag die Lage der Migranten in den Blick rücken. In der S...

Iquique/Lima (APA/dpa) - Papst Franziskus will bei seinem Besuch in Chile am Donnerstag die Lage der Migranten in den Blick rücken. In der Stadt Iquique im Norden Chiles leben viele Einwanderer aus Bolivien, Peru, Kolumbien und Venezuela, die auf der Suche nach Arbeit in das wirtschaftsstarke Land gekommen sind. Zuletzt versuchten auch immer mehr Menschen aus dem bitterarmen Haiti dort ihr Glück.

„Inzwischen gibt es eine regelrechte Mafia, die immer mehr Haitianer ins Land lockt. Das grenzt schon an Menschenhandel“, sagt die Chile-Referentin des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat, Margit Wichelmann. Franziskus wird in der Sportanlage Campus Lobito direkt am Pazifik eine Messe feiern und dann zum Mittagessen in das Haus der Oblaten-Padres einkehren.

Nach einer Abschiedszeremonie am Flughafen von Iquique fliegt das katholische Kirchenoberhaupt weiter in die peruanische Hauptstadt Lima. Dort wird er von Präsident Pedro Pablo Kuczynski empfangen. Der Staatschef geriet zuletzt in die Kritik, weil er den wegen Menschenrechtsverletzungen verurteilten Ex-Machthaber Alberto Fujimori begnadigt hatte.