Doping: CAS legte Prozedere für Anhörung gesperrter Russen fest

Lausanne/Genf (APA/sda/dpa) - Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) hat das Prozedere für die am Montag beginnenden Anhörungen russische...

Lausanne/Genf (APA/sda/dpa) - Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) hat das Prozedere für die am Montag beginnenden Anhörungen russischer Athleten festgelegt, die vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) wegen ihrer angeblichen Verstrickung in den russischen Dopingskandal lebenslang für Olympia gesperrt wurden. Der CAS will 39 der insgesamt 42 gesperrten russischen Sportler in zwei Gruppen vernehmen.

Die nicht-öffentlichen Verhandlungen mit einer Gruppe von 28 und einer zweiten von elf Sportlern werden wegen der ungewöhnlich großen Zahl an Beteiligten nicht am CAS-Sitz in Lausanne stattfinden, sondern in Genf. Sie sollen vom Montag bis voraussichtlich Samstag oder Sonntag kommender Woche dauern.

Doping-Kronzeuge Grigori Rodschenkow und der kanadische Sonderermittler Richard McLaren sollen per Video oder Telefon zugeschaltet werden und so aussagen. Der in die USA geflüchtete Rodschenkow war Leiter des Moskauer Dopingkontrolllabors und hatte über großangelegte Manipulationen während der Winterspiele 2014 in Sotschi berichtet.

Die Entscheide des CAS sollen voraussichtlich zwischen 29. Jänner und dem 2. Februar bekannt gegeben werden und damit noch vor den kommenden Winterspielen in Pyeongchang. Diese beginnen am 9. Februar. Wegen des Dopingskandals gestattet das IOC in Südkorea nur einzelnen nachweislich sauberen Athleten aus Russland die Teilnahme.