Australien und Japan wollen Sicherheitspartnerschaft vertiefen

Tokio/Pjöngjang (APA/dpa) - Japan und Australien wollen angesichts der Bedrohung durch Nordkorea und des offensiveren Auftretens Chinas im O...

Tokio/Pjöngjang (APA/dpa) - Japan und Australien wollen angesichts der Bedrohung durch Nordkorea und des offensiveren Auftretens Chinas im Ost- und Südchinesischen Meer ihre Sicherheitskooperation vertiefen. Zu diesem Zweck traf der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe am Donnerstag mit dem australischen Premierminister Malcolm Turnbull in Tokio zusammen.

Während des eintägigen Besuches von Turnbull in Japan wohnten beide Regierungschefs Übungen einer japanischen Sondereinsatztruppe gegen Terrorismus bei und inspizierten eine Raketenabwehreinrichtung in Tokios Nachbarprovinz Chiba. Bei Turnbulls Gesprächen in Tokio sollte es auch um eine neue Vereinbarung gehen, um gemeinsame Militärmanöver einfacher zu machen.

Japan ist wie Australien ein wichtiger Verbündeter der USA. Daher betrachtet Japan Australien ebenfalls als Verbündeten, auch wenn beide Staaten keinen bilateralen Sicherheitsvertrag haben. Japan hatte 2015 die Rolle des Militärs gesetzlich ausgeweitet. Nach dem Prinzip der „kollektiven Selbstverteidigung“ darf das Land nun in Konflikten an der Seite von Verbündeten kämpfen, selbst wenn es nicht direkt angegriffen wird. Basierend darauf hatten Japan und Australien ein Abkommen überarbeitet, um die logistische Zusammenarbeit ihrer Streitkräfte auszubauen. Beide Länder teilten fundamentale Werte und strategische Interessen, erklärte ein japanischer Regierungssprecher.