Ivanovic-Mord: Kosovos Behörden bereit zu Zusammenarbeit

Prishtina (Pristina)/Belgrad (APA) - Die kosovarischen Behörden sind bereit, bei der Aufklärung des Mordes an dem kosovarischen Serbenführer...

Prishtina (Pristina)/Belgrad (APA) - Die kosovarischen Behörden sind bereit, bei der Aufklärung des Mordes an dem kosovarischen Serbenführer Oliver Ivanovic mit anderen Behörden zu kooperieren. Präsident Hashim Thaci gab dies nach einem Telefongespräch mit seinem serbischen Amtskollegen Aleksandar Vucic am Mittwochabend auf Facebook bekannt.

Belgrad hatte zuvor von der EU-Rechtsstaatlichkeitsmission (EULEX) und der UNO-Interimsverwaltungsmission (UNMIK) gefordert, seinen Behörden die Teilnahme an den Ermittlungen zu ermöglichen. Beide Organisationen hatten Unterstützung zugesichert.

Der als politisch gemäßigt geltende Ivanovic war am Dienstag im nordkosovarischen Mitrovica aus einem vorbeifahrenden Auto erschossen worden. Der Opel Astra ohne Kennzeichen wurde kurz danach ausgebrannt unweit des Tatortes sichergestellt. Der kosovarische Politiker wird am Donnerstag in Belgrad beigesetzt.

Serbiens Polizeidirektor Vladimir Rebic bestätigte am Donnerstag Medienberichte, denen zufolge der Anschlagswagen im Jahr 1994 von einem Österreicher serbischer Abstammung gekauft worden sei. Dieser Besitzer sei jedoch seit geraumer Zeit tot, berichtete Rebic.

Die Information stamme von der österreichischen Polizei, erklärte der Polizeidirektor gegenüber dem staatlichen serbischen TV-Sender RTS. Die serbische Polizei sei derzeit bemüht zu ermitteln, wem der Wagen zuletzt gehört habe.