EU begrüßt Einigung zu Rohingya-Rückführung unter Vorbehalt
Wien (APA) - Die EU begrüßt die am Dienstag erzielte Einigung zwischen Bangladesch und Myanmar zur Rückführung der Rohingya-Flüchtlinge, mel...
Wien (APA) - Die EU begrüßt die am Dienstag erzielte Einigung zwischen Bangladesch und Myanmar zur Rückführung der Rohingya-Flüchtlinge, meldet aber Vorbehalte an. „Wir bestehen auf zwei Vorbedingungen“, sagte EU-Kommissar Christos Stylianides am Donnerstag in Wien. Die Rückführung müsse auf freiwilliger Basis erfolgen. Außerdem müsse für die Sicherheit der zurückgekehrten Flüchtlinge gesorgt werden.
Der EU-Kommissar für Katastrophenschutz und humanitäre Hilfe sagte, dass die EU von Anbeginn der Krise auf ein Abkommen gedrängt habe, um die Rückkehr der Rohingya „in ihre Dörfer, in ihre Häuser“ zu ermöglichen. Er wisse aber von seinen Reisen nach Myanmar und Bangladesch, dass die Rückführung keinesfalls einfach sein werde. „Aber als EU begrüßen wir diese Einigung definitiv“, so Stylianides, der in Wien weilte, um das geplante europäische Naturkatastrophenschutzprogramm RescEU zu präsentieren.
Hunderttausende muslimische Rohingya waren nach Bangladesch geflohen, als die Gewalt gegen sie im mehrheitlich buddhistischen Myanmar im August eskaliert war. Am Dienstag einigten sich Bangladesch und Myanmar auf eine Rückführung, über die sich UNO-Generalsekretär Antonio Guterres besorgt gezeigt hat. Die Rückkehr müsse freiwillig erfolgen und die Flüchtlinge müssten in ihre Häuser zurückkehren dürfen. „Das Schlimmste wäre, die Menschen von Lagern in Bangladesch in Lager in Myanmar zu bringen“, hatte Guterres am Dienstag in New York gesagt.