Landespolitik

Liste Fritz will weitere 5 Jahre dagegenhalten

© Foto Rudy De Moor / Tiroler Tage

Keinen Gedanken verschwendet die Liste Fritz an eine allfällige Koalition mit der ÖVP. Vielmehr lockt weiter die Opposition. Satte Zugewinne sollten aber tunlichst her.

Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck –Die Liste Fritz will am 25. Februar die Trendwende schaffen. Und den Absturz von sieben auf zwei Mandaten aus dem Wahljahr 2013 wieder vergessen machen. Umfragen interessieren die Liste Fritz nicht. Dass es demzufolge mit einem Wiedereinzug knapp werden könnte – auch das glauben Listengründer Fritz Dinkhauser und Co nicht. Vielmehr sei dieses Mal wieder ganz viel drinnen, ist sich Spitzenkandidatin Andrea Haselwanter-Schneider sicher. Eine Verdoppelung der Mandate ist deshalb das seit Wochen unters Volk gebrachte Ziel. „Mindestens“, wie Markus Sint meint. Zehn Jahre war er der Pressesprecher der Liste Fritz. Jetzt will er es selber wissen – und kandidiert auf Platz zwei der Landesliste, die 72 Namen aufweisen wird. Auf den vorderen Plätzen folgen LA Isabella Gruber, Quereinsteiger Thomas Mayer sowie Edith Neuschmid. Auf Platz sechs taucht noch mit dem ehemaligen Fritz-Abgeordneten Andreas Brugger ein alter Bekannter und Agrar-Bekämpfer auf.

Natürlich habe man auch selbst Fehler gemacht, sagt Dinkhauser. Sein Bundesengagement sei so einer gewesen. Man habe daraus gelernt. Letztlich sei aber insbesondere die negative Olympia-Befragung im Land für die Liste Fritz so etwas wie ein „Erweckungserlebnis“ gewesen, sagt Sint: „Auch kleine Gruppen können Großes schaffen – auch gegen die geballte Wirtschafts- und Politikmacht.“ Die Liste Fritz trat von Anbeginn gegen Olympische Winterspiele 2026 in Tirol auf.

Haselwanter betonte, dass die Liste Fritz keinem verpflichtet sei – weder in Wien noch in Brüssel: „Wir sind zu 100 Prozent Tirol.“ Auch das soll ein Angebot an enttäuschte ÖVP-Wähler sein. Vielmehr schielt man aber auf die Heerschar an Nichtwählern. Knapp 40 Prozent gingen 2013 nicht zur Landtagswahl. Für Dinkhauser geht es beim anstehenden Urnengang gar „um alles“. Tirol brauche eine starke Opposition, sagt Dinkhauser – die Liste Fritz wolle das sein. Denn eines kann die Truppe schon jetzt ausschließen: eine Koalition mit der ÖVP. Sint wundert sich generell, wieso FPÖ, SPÖ und auch NEOS so nach einer Regierungsbeteiligung trachten würden: „Die ÖVP sucht keinen Regierungspartner, sondern einen Mehrheitsbeschaffer – willig und billig.“

Ein Antreten seiner Liste bei der Innsbruck-Wahl macht auch Dinkhauser vom Ergebnis am 25. Februar abhängig.