Rechnungshof 2 - Staatsoper: Livestream über Sponsoren finanziert
Wien (APA) - Auch gegenüber der APA will die Direktion der Staatsoper den in Vorbereitung befindlichen Rechnungshofbericht über das Haus am ...
Wien (APA) - Auch gegenüber der APA will die Direktion der Staatsoper den in Vorbereitung befindlichen Rechnungshofbericht über das Haus am Ring nicht kommentieren. Auf Nachfrage spezifizierte man die laut „News“ 45.000 in der Saison 2014/15 an Kartenbüros und Vereine abgegebenen Karten: Rund ein Drittel sei an Jeunesse, Stadtabo und Verein der Freunde der Staatsoper gegangen, zwei Drittel an Kartenbüros.
Dies sei ein branchenüblicher Vorgang, der etwa auch Anbietern von Bus-Reisen aus den Bundesländern zugutekomme und zudem durch Aufschläge Mehreinnahmen generiere, hieß es aus der Staatsoper. Die rund 30.900 in der Saison 2014/15 an Kartenbüros gegangenen Karten entsprächen zudem nur 4,8 Prozent der aufgelegten Karten.
Bezüglich des Livestream-Projekts legt die Staatsoper Wert auf die Feststellung, dass dafür 1,4 Millionen Euro an Sponsorengeldern lukriert und dadurch unter anderem sämtliche Investitionen getragen wurden. Die Erlöse kämen daher direkt dem Haus zugute. Diese seien zudem seit der ersten Saison des Vollbetriebs (2013/14) deutlich gestiegen. „Viele Opernhäuser bieten Livestreamings von Vorstellungen als Marketingmaßnahme an, wir sind aber das einzige Haus, das Einnahmen daraus erzielt“, so ein Staatsopern-Sprecher.
NEOS-Kultursprecher Sepp Schellhorn forderte indes Kulturminister Gernot Blümel (ÖVP) per Aussendung dazu auf, „sich umgehend mit den im Rechnungshofbericht skizzierten Missständen zu befassen und entsprechende Schritte zu ihrer Behebung einzuleiten“.