Sturm - Züge nach Deutschland: In München und Passau ist Endstation

Wien (APA/dpa) - Die sturmbedingten Probleme im Fernverkehr der Deutschen Bahn haben auch auf Österreich beträchtliche Auswirkungen: Für die...

Wien (APA/dpa) - Die sturmbedingten Probleme im Fernverkehr der Deutschen Bahn haben auch auf Österreich beträchtliche Auswirkungen: Für die planmäßig im Zweistundentakt verkehrenden Züge Richtung Nürnberg ist in Passau Endstation, wie ÖBB-Sprecher Bernhard Rieder am Donnerstagnachmittag sagte.

Der Bahnverkehr von Salzburg, Kufstein und Lindau nach München und retour verläuft planmäßig. Auch der Korridorverkehr zwischen Salzburg und Kufstein ist nicht betroffen. „Insofern sind wir mit einem blauen Auge davongekommen“, sagte Rieder. Die Deutsche Bahn hatte am Nachmittag den Fernverkehr eingestellt.

Die ÖBB (Österreichische Bundesbahnen) raten Reisenden, die noch heute, Donnerstag, Richtung Nürnberg und allenfalls weiter nach Frankfurt, Düsseldorf oder Hamburg wollen, sich genau zu informieren. „Es ist möglich, dass doch der eine oder andere Zug fährt, es gibt allerdings keine Garantie“, sagte Rieder. Er empfiehlt grundsätzlich, geplante Reisen zu verschieben.

Die Deutsche Bahn hat die praktisch bundesweite Einstellung des Fernverkehrs als notwendige Sicherheitsmaßnahme verteidigt - „weil die Störungen durch den Sturm doch so gravierend sind, dass wir Fernzüge schlichtweg nicht mehr durchbekommen“, wie Bahnsprecher Achim Stauß in Berlin sagte. „Es wäre fahrlässig, die Züge irgendwo, wo man noch fahren kann, noch fahren zu lassen - und dann bleiben Hunderte Fahrgäste auf irgendeinem Bahnhof oder schlimmstenfalls auf freier Strecke hängen.“