Human Rights Watch: Trump für Menschenrechte ein „Desaster“
Paris (APA/Reuters) - Die Organisation Human Rights Watch (HRW) hat die Menschenrechtspolitik von US-Präsident Donald Trump scharf kritisier...
Paris (APA/Reuters) - Die Organisation Human Rights Watch (HRW) hat die Menschenrechtspolitik von US-Präsident Donald Trump scharf kritisiert. Trump sei für die Aktivisten ein „Desaster“, sagte HRW-Chef Kenneth Roth am Donnerstag bei der Vorstellung des Jahresberichtes seiner Gruppe.
Er warf Trump eine Nähe zu Machthabern vor, die ohne die Kontrollinstanzen einer Demokratie regieren können. „Trump wünscht sich das offenbar auch für sich selbst.“ Dies erschwere die Arbeit seiner Bewegung, weil sie bei Menschenrechtsverletzungen Regierungen anprangere. Trumps Verhalten ermuntere etwa die Staatschefs von Russland und China, gegen Regierungsgegner härter vorzugehen.
Weil Großbritannien mit dem Brexit beschäftigt sei, forderte Roth den französischen Präsidenten Emmanuel Macron auf, die Rolle der USA und Großbritanniens einzunehmen und sich für Menschenrechte starkzumachen. Kritiker werfen dem Staatschef allerdings vor, sich vor allem dort für Menschenrechte einzusetzen, wo es Frankreich nicht schade. So habe Macron das Thema bei seinem China-Besuch kaum angesprochen, beklagte Roth. An die Präsidenten Russlands, der Türkei und Venezuelas habe er dagegen ein klares Signal gesendet.