Sturm - Zahl der Todesopfer in Nordrhein-Westfalen auf drei gestiegen

Düsseldorf/Potsdam (APA/dpa) - Die Zahl der Todesopfer des Orkantiefs „Friederike“ ist auf vier gestiegen, davon drei in Nordrhein-Westfalen...

Düsseldorf/Potsdam (APA/dpa) - Die Zahl der Todesopfer des Orkantiefs „Friederike“ ist auf vier gestiegen, davon drei in Nordrhein-Westfalen. „Eines der Todesopfer war ein Feuerwehrmann“, berichtete NRW-Innenminister Herbert Reulam Donnerstagabend. Das Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr sei bei einem Sturmeinsatz im sauerländischen Sundern ums Leben gekommen. Auch in Thüringen war ein Feuerwehrmann im Orkan gestorben.

Zuvor waren in NRW bereits ein Lkw-Fahrer in Lippstadt und ein Mann auf einem Campingplatz in Emmerich im Sturm getötet worden. „Dieser Einsatz ist noch lange nicht beendet. Die Folgen des Unwetters werden die Einsatzkräfte in den nächsten Stunden und Tagen weiter beschäftigen“, sagte Reul. Es drohe weiterhin Gefahr, etwa durch entwurzelte Bäume, herabstürzende Dachziegel oder Äste.

Möglicherweise muss ein fünftes Opfer in Deutschland dazugerechnet werden: Bei einem Unfall während des stürmischen Wetters im Süden Brandenburgs kam ein Lastwagenfahrer ums Leben. Das Fahrzeug sei auf der Autobahn 13 (Berlin-Dresden) bei Ortrand nahe der Grenze von Brandenburg zu Sachsen in die Mittelleitplanke geprallt und umgestürzt, teilte das Polizeipräsidium in Potsdam mit. Zum Zeitpunkt des Unfalls sorgte „Friederike“ für erhebliche Böen. Ob der Lastwagen eindeutig wegen des Sturms verunglückte, war nach Polizeiangaben am Abend noch unklar.

Unterdessen lief der Bahnverkehr im Norden Deutschlands langsam wieder an. Einzelne Züge seien zwischen Bremen und Norddeich Mole gestartet, teilte die Deutsche Bahn über den Kurznachrichtendienst Twitter am frühen Donnerstagabend an. Auch einige S-Bahnen, etwa von Hannover nach Hildesheim und von Celle nach Hannover, fuhren am Abend wieder.