Olympia: Anti-Doping-Behörden fordern mehr Transparenz vom IOC
Wien/Pyeongchang/Bonn (APA/dpa) - Die nationalen Anti-Doping-Behörden (NADOs) haben in der Entscheidung über die Olympia-Teilnahme russische...
Wien/Pyeongchang/Bonn (APA/dpa) - Die nationalen Anti-Doping-Behörden (NADOs) haben in der Entscheidung über die Olympia-Teilnahme russischer Athleten mehr Transparenz gefordert. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) müsse für die Entscheidung, welche russischen Sportler im Februar zu Olympia reisen dürfen, klare Kriterien und einen transparenten Prozess anwenden, heißt es in einer Mitteilung von 19 nationalen Agenturen.
Vertreter der NADOs hatten zuvor in Bonn die aus ihrer Sicht offenen Fragen rund um die Olympischen Winterspiele in Südkorea diskutiert. Drei Wochen vor Beginn der Spiele seien noch keine Kriterien für die Teilnahme russischer Athleten veröffentlicht worden, kritisieren die Behörden. Das IOC hatte als Konsequenz aus dem Doping- und Betrugsskandal bei den Winterspielen 2014 in Sotschi entschieden, dass Russland in Pyeongchang nur unter neutraler Flagge und Athleten des Landes nur nach einer individuellen Prüfung antreten dürfen.
Dass die Kriterien für diese Prüfungen noch nicht veröffentlicht und die Entscheidung nicht schneller getroffen worden sei, sei „eine verpasste Chance“, kritisierten die NADOs. Die Namen der Athleten müssten genau wie die Kriterien schnellstmöglich veröffentlicht werden.