Zahl der Selbstmorde in Japan weiter gesunken

Tokio (APA/dpa) - In Japan ist die Zahl der Selbstmorde weiter am Sinken. 2017 nahmen sich 21.140 Menschen das Leben, das waren 3,5 Prozent ...

Tokio (APA/dpa) - In Japan ist die Zahl der Selbstmorde weiter am Sinken. 2017 nahmen sich 21.140 Menschen das Leben, das waren 3,5 Prozent weniger als im Jahr davor. Das geht aus vorläufigen Daten hervor, die die nationale Polizeibehörde am Freitag veröffentlichte. Damit ist die Zahl der Selbsttötungen in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt seit nunmehr acht Jahren in Folge rückläufig.

Dies wird zum einen auf eine Erholung der wirtschaftlichen Lage zurückgeführt. Zudem setzte der Staat 2006 ein Gesetz zur Selbstmordvermeidung um. Als häufigstes Suizidmotiv wurden gesundheitliche Probleme genannt, gefolgt von wirtschaftlichen sowie häuslichen Problemen, hieß es.

Statistisch gesehen kamen im vergangenen Jahr auf 100.000 Bewohner 16,7 Selbstmorde. Die meisten Suizide begingen Männer. Allerdings lag deren Zahl mit 14.693 erstmals seit 22 Jahren unterhalb der Marke von 15.000, wie aus den vorläufigen Angaben weiter hervorgeht. Bezogen auf die Altersgruppen waren die meisten Opfer von Selbstmorden zwischen 40 und 50 Jahren (3.416 Menschen).

Die einzige Altersgruppe jedoch, die im vergangenen Jahr einen Zuwachs an Selbstmorden verzeichnete, sei die der Minderjährigen, wie die japanische Zeitung „Yomiuri Shimbun“ meldete. Deren Zahl stieg demnach zum Vorjahr um 29 Personen auf 516.