Olympia: Gastfreundschaft wird im Austria House groß geschrieben
Pyeongchang/Wien (APA) - Die Erfolgsgeschichte der Österreich-Häuser bei Olympischen Spielen soll ab 8. Februar in Pyeongchang fortgeschrieb...
Pyeongchang/Wien (APA) - Die Erfolgsgeschichte der Österreich-Häuser bei Olympischen Spielen soll ab 8. Februar in Pyeongchang fortgeschrieben werden. „Ich bin zuversichtlich, dass wir der Hotspot der Spiele sein werden“, sagte ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel am Donnerstagabend in Wien vor Sponsoren des Austria House bei den Winterspielen in Südkorea.
In dem privat finanzierten Haus soll Gästen aus Südkorea die österreichische Gastfreundschaft vermittelt werden. „Wir wollen die erfolgreichsten Sportler haben und wir wollen das gastfreundlichste Land sein“, erklärte ÖOC-Präsident Karl Stoss. In Sotschi waren vor vier Jahren 25.000 Besucher gekommen, diese Zahl soll diesmal übertroffen werden.
Für die Beschickung der Spiele muss das ÖOC laut Stoss rund vier Millionen Euro aufwenden. „Mit dem Österreich-Haus bekommen wir einen Beitrag, um die Lücke abzudecken“, meinte der Vorarlberger.
Das Österreich-Haus wird auch Schauplatz von Medaillenfeiern sein - von hoffentlich zahlreichen Österreichern, aber auch von Sportlern aus dem Ausland. „Finnland und Liechtenstein haben schon angefragt“, erzählte der ÖOC-Chef. Weitere Olympioniken würden wie schon bei früheren Spielen sicher auch wiederkommen.
An prominenten Gästen haben sich bereits der frühere UN-Generalsekretär Ban Ki-moon, ein Südkoreaner, und IOC-Präsident Thomas Bach angekündigt. Aus Österreich kommen Ex-Bundespräsident Heinz Fischer und Sportminister Heinz-Christian Strache zu den Winterspielen.
Als Partner des ÖOC engagieren sich beim Austria House 31 Firmen, die dort auch ihre Geschäftsbeziehungen in Asien vertiefen wollen sowie die Österreich Werbung, die dafür ein Sonderbudget des Bundes von 500.000 Euro erhielt. Für die Touristiker ist Südkorea der zweitwichtigste Markt Asiens nach China.
Im Vorjahr habe es in Österreich 420.000 Nächtigungen von Südkoreanern gegeben, sagte Petra Stolba, die Chefin der nationalen Tourismusmarketing-Organisation. „In den kommenden Jahren wird ein Wachstum bis zu 20 Prozent erwartet.“
Südkorea ist auch ein wichtiger Exportmarkt für österreichische Produkte, die einen Wert von einer Milliarde Euro pro Jahr darstellen. Top-Partner des ÖOC beim Austria House sind die Lotterien, Backaldrin (Kornspitz), Doppelmayr Seilbahnen, Wirtschaftskammer Österreich, Münze Österreich, Saalbach als Ski-WM-Kandidat 2023 und die Erste Bank.
Backaldrin-Chef Peter Augendopler weiß von früheren Spielen um die Bedeutung des Austria House. „Das Österreich-Haus ist die beste Österreich-Werbung, die möglich ist. Die Gäste erleben live, was Österreich ausmacht.“