Ski alpin: Auch Svindal übte Kritik am IOC wegen Olympiavergaben

Kitzbühel (APA) - Im Interview mit der „Tiroler Tageszeitung“ hat Norwegens Skistar Aksel Lund Svindal Kritik an u.a. der Vergabe der Olympi...

Kitzbühel (APA) - Im Interview mit der „Tiroler Tageszeitung“ hat Norwegens Skistar Aksel Lund Svindal Kritik an u.a. der Vergabe der Olympischen Spiele an Orte ohne Wintersport-Tradition geübt. „Ich finde es gut, dass wir nach Asien gehen. Es ist auch gut, dass wir nach Nordamerika gehen. Aber wir sollten immer irgendwohin gehen, wo es auch Wintersport gibt“, sagte das Speed-Ass.

Der Deutsche Felix Neureuther hatte sich zuletzt dahingehend geäußert, dass der eigentliche Gedanke der Olympischen Spiele zerstört wurde. „Felix hat Recht. Der Spirit wurde zerstört. Wir müssen uns nur ansehen, welche Städte gegen die Austragung der Spiele waren: Tirol sagte Nein, München und Garmisch sagten Nein, Oslo auch. Wenn solche Städte Nein sagen zu Olympia, dann stimmt etwas nicht“, erklärte Svindal.

Olympia habe ein großes Problem. Es gehe nicht um den Sport, der ausgeübt werde, da passe alles. Es geht um etwas anderes. „Wenn du das Interesse der Medien und der Leute siehst, dann weißt du, dass es groß ist.“

Im kommenden Februar finden die Winterspiele in Pyeongchang (Südkorea) statt, 2022 vergab sie das Internationale Olympische Komitee (IOC) an Peking. „In Südkorea ist es okay, da gibt es eine Grundlage. Aber das IOC hat angefangen, Olympische Spiele in Orte zu vergeben, wo es kein Fundament gibt. Das verstehe ich nicht. Das macht keinen Sinn“, sagte Svindal zur TT.