Bezirk Innsbruck Land

Erfolgreiche Integration im Stubaierhof

© Daum

Hans Deutschmann beschäftigt in seinem Hotel in Fulpmes zwei Asylberechtigte, einer geht in die Kochlehre.

Von Denise Daum

Fulpmes –Hotelier Hans Deutschmann ist als Vizebürgermeister der Marktgemeinde Fulpmes seit Jahren in unmittelbarem Kontakt mit Flüchtlingen. Schnell reifte in ihm der Wunsch, „willigen Leuten“ eine Chance zu geben. Die Möglichkeit dazu habe er immerhin in seinem Viersternehaus. „Ich habe viele Flüchtlinge kennen gelernt, die wirklich arbeiten und sich ein neues Leben aufbauen wollen“, erklärt Deutschmann. Einer von ihnen ist Ibrahim Mustafa. Der 21-jährige Syrer kam über Wien nach Tirol und landete schließlich in Neustift im Stubaital. Nach einem Schnuppertag im Stubaierhof vor rund zwei Jahren, bei dem die Chemie zwischen Mustafa und dem Team im Stubaierhof passte, wurde er als Kochlehrling angestellt. Das sei im Übrigen keine „Notlösung“, weil er sonst keine Mitarbeiter finde. „Als Ganzjahresbetrieb habe ich Gott sei Dank keine Personalprobleme“, betont Deutschmann.

Die Chance, die Mustaf­a bekam, hat er genutzt. Mittlerweile ist er im dritten Lehrjahr. Die Schule hat er erfolgreich absolviert, wie Küchenchef Daniel Krösbacher stolz erklärt. Er ist „hochzufrieden“ mit seinem Lehrling. „Ibrahim ist fleißig, pünktlich und motiviert“, sagt Krösbacher.

Ebenfalls gut bewährt hat sich Wesam Nazzal. Der 43-jährige Syrer kam zunächst aus Damaskus allein nach Reith bei Seefeld. Vor Kurzem konnte er seine Frau und Kinder nach Tirol holen. In Fulpmes hat die sechsköpfige Familie – der jüngste Sprössling ist gerade ein paar Monate alt – eine Wohnung gefunden. „Ich bin jeden Tag zur Gemeinde und habe um Arbeit gefragt“, erklärt Nazzal. Im Stubaierhof bekam er schließlich einen Job als Hausmeister-Gehilfe. „Die Arbeit macht mir großen Spaß“, strahlt Nazzal. Besonders freut ihn, dass sich auch seine Kinder wohl fühlen und gern zur Schule gehen. Hausmeister Peter Penz streut seinem neuen Kollegen Rosen: „Er ist sehr engagiert, hilfsbereit und sieht die Arbeit.“ Auch zwischenmenschlich funktioniere es mit Nazzal.

Hans Deutschmann bereut seine Entscheidung nicht und wünscht sich, dass mehr Betriebe seinem Beispiel folgen.

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