Serbien kritisiert Entscheidung Prishtinas bei Mord-Ermittlungen

Belgrad (APA) - Serbiens Behörden haben die Entscheidung des offiziellen Prishtina heftig kritisiert, dass serbische Ermittler nicht in die ...

Belgrad (APA) - Serbiens Behörden haben die Entscheidung des offiziellen Prishtina heftig kritisiert, dass serbische Ermittler nicht in die Bemühungen um die Aufklärung des Mordanschlages auf Oliver Ivanovic eingebunden werden. Prishtina lehne die Zusammenarbeit ab, um zu verhindern, dass die Motive, Täter und die Auftraggeber entdeckt werden würden, erklärte Innenminister Nebojsa Stefanovic.

Zuvor verkündete Premier Ramush Haradinaj, dass für die Untersuchung des Mordangriffes auf den serbischen Politiker von Nord-Mitrovica nur kosovarische Ermittler zuständig wären. Ein Austausch von Informationen mit serbischen Behörden wäre allerdings willkommen. Belgrad hatte nach dem Mord Ivanovics von der EU-Rechtsstaatsmission EULEX und der UNMIK gefordert, an den Ermittlungen teilzunehmen.

Kosovos Polizei ließ unterdessen wissen, dass die Identität jener Person festgestellt worden sei, die im Jahre 2017 den Wagen gekauft habe, aus dem Ivanovic am Dienstag früh vor Büroräumen seiner Partei in Nord-Mitrovica erschossen worden war. Es würde sich um eine Person handeln, die sich in Serbien aufhalte, hieß es. Auch habe sich der Wagen zwischen 2009 und 2017 im Besitz von Personen in Serbien befunden. Der Polizeisprecher in Nord-Mitrovica Besim Hoti konnte gegenüber Medien in Nord-Mitrovica allerdings nicht sagen, ob es sich um Serben oder Albaner gehandelt habe.

Der Opel Astra war laut früheren Polizeiangaben 1994 von einem Österreicher serbischer Abstammung gekauft worden, der allerdings vor geraumer Zeit gestorben war.