Die Generationen sollen weiter zusammenwachsen
Die Initiative „Miteinand“ gedeiht in Imst. Beim Vernetzungstreffen wurden aktuelle Aktivitäten vorgestellt und neue Ideen gesammelt.
Von Agnes Dorn
Imst –Was als Pilotprojekt des Regionalmanagements begonnen hat, ist inzwischen zu einem integralen Bestandteil der Stadtgemeinde Imst geworden: Die von der Gemeinde übernommene Initiative „Miteinand“ unter der Koordination von Johanna Heumader-Schweigl ist in zahlreiche größere und kleinere Projekte involviert und fungiert auch als Ideengeberin und Diskussionsplattform. Zum jüngsten Vernetzungstreffen kamen knapp zwanzig Personen, um ihre Ideen, Wünsche und Vorstellungen einzubringen und Meinungen auszutauschen.
Die Leiter von Integrationsbüro, Jugendzentrum und Stadtbücherei sowie Gemeinderätin Gitti Flür und zahlreiche weitere Multiplikatoren diskutierten in den Räumlichkeiten des Integrationsbüros über die Ausbaufähigkeit der bestehenden Projekte beziehungsweise über neue Ideen, die das „Miteinand“ der Generationen, Einrichtungen, Kulturen und natürlich auch Einzelpersonen weiter stärken sollen.
„Die Computeria ist nicht nur bei älteren Imstern inzwischen sehr beliebt“, berichtet Flür über das IT-Café in der HAK, wo sich Menschen jeden Alters jeden Dienstag in die Geheimnisse der Computer einweihen lassen. Bei den diversen Märkten und Festen sowie der durch ihre kulturellen Highlights gut frequentierten jährlichen Sommerfußgängerzone (SoFuZo) treffen sich die Menschen inzwischen gerne in den Straßen und auf den Plätzen der Stadt. „Dem ersten ,Miteinand-Bankerl‘, dem so genannten Ministranten-Bankerl bei der Johanneskirche, werden heuer noch weitere folgen“, verspricht Heumader-Schweig. Bald sollen auch ein Seniorenbankerl, ein Integrationsbankerl oder ein Bankerl des Jugendzentrums zum Verweilen einladen. Auch die Idee eines Mitfahrbankerls, wie es beispielsweise in Oetz eines gibt, oder die Einrichtung einer Sammeltaxi-App wurden beim Vernetzungstreffen eingebracht. „FAIRweil-Plätze“ in Caféhäusern und auf öffentlichen Plätzen, an denen konsumfrei gehoangartet oder zumindest fairtrade konsumiert werden kann, wurden ebenso angedacht wie der Ausbau des Aktionstags bei der SoFuZo, an dem Barrierefreiheit als Motto weitergesponnen werden könnte.
Kirsten Mair vom Integrationsbüro berichtete über die diversen Projekte wie Sprachcafé, „Über den Tellerrand“ oder die Konversationsgruppen, die Menschen kultur- und sprachenübergreifend an einen Tisch bringen. Das Projekt „Schulweg ist Fußweg“ befindet sich derzeit in der Konzeptionierungsphase, und mit Ministadt und Lesepatenschaft sind nur zwei von vielen weiteren Aktivitäten für die Imster Kids genannt. „Wenn Interesse besteht, können sich Vereine und Institutionen für die Teilnahme an der Woche des Ehrenamts am 19. März bei mir melden“, kündigte Marlies Trenkwalder vom Freiwilligenzentrum an.
Das nächste Vernetzungstreffen findet am 1. März im Integrationsbüro in der Pfarrgasse statt. Herzlich eingeladen ist jeder, der Projektideen einbringen möchte.