Italien-Wahlen - Wirtschaftsminister Padoan warnt vor Reformabbau
Rom (APA) - Der italienische Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan hat rund einen Monat vor den Parlamentswahlen vor der Gefahr eines Sieges...
Rom (APA) - Der italienische Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan hat rund einen Monat vor den Parlamentswahlen vor der Gefahr eines Sieges antieuropäischer Kräfte gewarnt. Diese würden die Reformen rückgängig machen, die die Mitte-Links-Regierungen in der vergangenen Legislaturperiode durchgesetzt haben, mahnt Padoan, der am 4. März für die Demokratische Partei (PD) von Ex-Premier Matteo Renzi kandidiert.
„In Italien ist ein Duell zwischen jenen Kräften im Gang, die in diesen Jahren etwas aufgebaut haben und jenen, die alles zerstören wollen, was in diesen Jahren gemacht worden ist, ohne einen alternativen Vorschlag zu machen“, sagte Padoan im Interview mit der Turiner Tageszeitung „La Stampa“ am Freitag. Italien müsse vor allem eine schwache Regierung befürchten, die sich am Verhandlungstisch in Brüssel nicht behaupten könne.
Padoan, seit 2014 parteiunabhängiger Wirtschaftsminister, erklärte, er habe sich zur Kandidatur für einen Parlamentssitz in den PD-Reihen entschlossen, weil er den eingeleiteten Reformprozess fortsetzen wolle. „Ich habe darüber mit Renzi gesprochen und wir haben beschlossen, dass meine Kandidatur für die PD ein nützlicher Beitrag sein könnte“, erklärte der 67-Jährige. In der nächsten Legislaturperiode müsse Italien in Menschen investieren und Bildung fördern. Vor allem müsse die Beschäftigungslosigkeit unter den Frauen und den Jugendlichen bekämpft werden.