Wirtschaftspolitik

Unternehmen sollen digital vorankommen

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Kitzbühel – Die neue Ministerin für Digitalisierung und Wirtschaft, Margarete Schramböck, ist erst seit gut einem Monat in der Politik. Bei ...

Kitzbühel –Die neue Ministerin für Digitalisierung und Wirtschaft, Margarete Schramböck, ist erst seit gut einem Monat in der Politik. Bei der gestrigen Veranstaltung „Mythos Digitalisierung“ im Schloss Lebenberg in Kitzbühel erklärte die gebürtige St. Johannerin, welche Ziele sie verfolgt.

„Die Digitalisierung ist Grundvoraussetzung für Wirtschaftswachstum, und dieses ist die Basis für Wohlstand“, eröffnete Schramböck ihren Vortrag. Österreich habe als Wirtschaftsstandort an Glanz verloren. „Wir waren einmal das bessere Deutschland“, sagte die ehemalige Telekom-Austria-Chefin. Ihr Ziel sei es, Österreich wieder nach vorne zu bringen, und zwar indem sie verschiedene Schwerpunkte gesetzt hat. Dazu gehört die Entbürokratisierung. „Die Unternehmen in Österreich müssen 230 Millionen Meldungen im Jahr machen, dazu füllen sie im Durchschnitt rund 55 Felder aus. Das kostet die Wirtschaft und der Verwaltung 4,3 Milliarden Euro im Jahr. Da gilt es anzusetzen und zu entrümpeln auf gesetzlicher Basis.“

Die Digitalisierung solle vor allem für einfachere und kostengünstigere Prozesse sorgen. Zum Beispiel soll die Unternehmensgründung (in Österreich erfolgen ca. 30.000 Gründungen pro Jahr) künftig digital möglich sein.

Ein weiterer Schwerpunkt bezieht sich auf den Export. „Österreich ist ein großartiges Exportland. Sechs von zehn Euro in unserer Wirtschaft kommen aus dem Export. Ich möchte Unternehmen mit einer klaren Exportstrategie unterstützen.“ Auch eine Lehrlingsoffensive sei angedacht. Schramböck will 13 neue Berufsbilder schaffen, zum Beispiel den eCommerce-Kaufmann/-frau. (miho)