Österreichs Firmen bei IT-Sicherheit hinten
Wien – Massive Verstöße im Bereich der Cybersicherheit sind alltäglich geworden und sorgen für Schlagzeilen, die Konsumenten und Führungskrä...
Wien –Massive Verstöße im Bereich der Cybersicherheit sind alltäglich geworden und sorgen für Schlagzeilen, die Konsumenten und Führungskräfte in Unruhe versetzen. Eine aktuelle Studie von PricewaterhouseCoopers (PwC) zeigt, Länder wie Japan und Malaysia bewerten Cyberattacken als größte nationale Bedrohung und haben inzwischen umfassende Informationssicherheitsstrategien.
Österreichs Unternehmen hinkten hier enorm hinterher. So würden 84 Prozent überhaupt keine IT-Sicherheitsstrategie verfolgen. Auch die Bewusstseinsbildung der Mitarbeiter finde nicht in ausreichendem Maß statt: Nur 27 Prozent der Unternehmen verfügten über ein spezifisches Mitarbeitertrainingsprogramm. Besonders die steigende Anzahl unsicherer Geräte in Verbindung mit dem „Internet der Dinge“ führe zu weitreichenden Schwachstellen bei der Cybersicherheit. Käme es zu einer Cyberattacke, so hätten die meisten Betroffenen Schwierigkeiten, die Täter eindeutig zu identifizieren. Lediglich 14 Prozent der österreichischen Befragten würden auf ihre Fähigkeit vertrauen, einen Vorfall richtig einzuordnen. „Unternehmen sollten ihre Sicherheitsstrategie neu überdenken und proaktiv in die Hand nehmen“, so Christian Kurz, Cybersicherheitsexperte bei PwC Österreich. So zeigt die Studie, dass nur 24 Prozent der Top-Manager in Österreich proaktiv an der Gestaltung einer Gesamtsicherheitsstrategie des Unternehmens mitarbeiten. Hier gewinne die Position eines Chief Information Security Officer immer mehr an Bedeutung. Viele Unternehmen stünden hier erst am Anfang.
Um auf Cyberattacken zu reagieren, brauche es über alle Organisationen, Branchen, Regionen und Länder hinweg gemeinsame Anstrengungen, deren Effektivität von der Bereitschaft zur Zusammenarbeit abhänge. (TT)
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