Eisstocksport: Amstetten und Winklarn fiebern der WM entgegen

Amstetten (APA) - Amstetten und Winklarn fiebern der ersten Wintersportweltmeisterschaft in Niederösterreich entgegen. In den beiden Mostvie...

Amstetten (APA) - Amstetten und Winklarn fiebern der ersten Wintersportweltmeisterschaft in Niederösterreich entgegen. In den beiden Mostviertel-Gemeinden findet vom 26. Februar bis zum 3. März die Eisstock-WM 2018 statt. Österreichs Sportler zählen dabei zu den Mit-Favoriten.

800 Teilnehmer aus 26 Nationen und bis zu 40.000 Zuschauer werden erwartet, sagte Gesamtkoordinator Alfred Weichinger jun. am Freitag in einer Pressekonferenz in Wien. Das Budget bezifferte er mit 650.000 Euro. Ehe die dann 12. Eisstock-WM eröffnet wird, finden bereits von 20. bis 24. Februar auch die 5. Weltmeisterschaft der Junioren (U23) und die 54. Europameisterschaft der Jugend (U16, U19) im Mostviertel statt.

Die Ziel- und Mannschaftsbewerbe werden in der Eishalle Amstetten ausgetragen, die 1.200 Zuschauern Platz bietet. Am Finaltag soll die Kapazität mit Zusatztribünen auf 2.500 erhöht werden. Die „Weitenjagd“ steigt in der Gernot Lechner Stocksportalle im nahen Winklarn. Dort wird laut dem Gesamtkoordinator ein 130 Meter langes und 7,5 Meter breites Kunsteisband aufgelegt. Mit Zusatztribünen soll es Platz für 1.500 Fans unmittelbar am Geschehen geben.

Alfred Weichinger sen., Präsident des Niederösterreichischen Eisstocksportverbandes (NÖEV), kündigte „Spitzensport“ bei der Weltmeisterschaft an. Er wies zudem darauf hin, dass der Bund Österreichischer Eis- und Stocksportler (BÖE) mit 1.721 Vereinen und etwa 115.000 Mitgliedern „der viertstärkste Verband in Österreich“ sei.

Als Lokalmatador geht Markus Weichinger in die WM. Er hat 2016 mit der Mannschaft die Goldmedaille im Weitenbewerb geholt. Als Ziel in seinem „Wohnzimmer“ in Winklarn bezeichnete er ganz klar die Titelverteidigung. Nur von einer Medaille zu sprechen, „wäre maßlos untertrieben“.

Amtierender Weltmeister in der Mannschaft (Ziel) ist auch Christian Hobl. Er peilt ebenfalls die Titelverteidigung an. Die Steirerin Simone Steiner, je dreifache Welt- und Europameisterin im Zielbewerb, will zumindest „eine Medaille nach Österreich holen“. Als härteste Konkurrenten der heimischen Sportler gelten die Teilnehmer aus Deutschland und Italien.

Die anstehende WM sei ein „Highlight im Sportland Niederösterreich“, sagte Landesrätin Petra Bohuslav (ÖVP). Es handle sich um eine „besondere Auszeichnung“ für die Region, fügte Amstettens Bürgermeisterin Ursula Puchebner (SPÖ) hinzu.

Mit der täglich ab 8.00 Uhr geöffneten „Winter Wiese“ wird es bei der WM auch eine Fan-Arena geben. Das Zelt bei der Eishalle Amstetten wird 1.800 bis 2.000 Personen aufnehmen können. Was die sportliche Seite angeht, soll laut den WM-Organisatoren ein Livestream „die ganze Welt versorgen“.

(S E R V I C E - www.icestock2018.at)