Ski: Erst Kitz-Abfahrt, dann Olympia - Svindal bleibt erfolgshungrig
Kitzbühel (APA) - Ein paar Termine standen für Norwegens Alpinski-Ass Aksel Lund Svindal noch an, aber danach freute er sich „nach dem lange...
Kitzbühel (APA) - Ein paar Termine standen für Norwegens Alpinski-Ass Aksel Lund Svindal noch an, aber danach freute er sich „nach dem langen Tag auf die Ruhe im Zimmer“. Am Samstag wird er mehr Zeit haben und am liebsten hätte er sie für eine Feier als Doppelsieger am Hahnenkamm. Und wenn er könnte, würde er den Super-G-Erfolg mit einem in der Abfahrt tauschen, meinte der 35-Jährige.
Rasch fügte der nun dreifache Super-G-Sieger in Kitzbühel jedoch an, dass man nehmen müsse, was man bekomme. Was nicht heißt, dass es nicht etwas gibt, was er unbedingt will. „Olympia ist das Größte. Es ist nicht gut, das zu sagen, wenn man hier in Kitzbühel sitzt, aber auch Kitzbühel kann nicht mit Olympia mithalten. Hier ist das Größte, dass du im alpinen Skirennsport finden kannst, aber Olympia ist alle Wintersportarten zusammen, das macht es speziell. Es ist das wichtigste Rennen in diesem Winter.“
Svindal strich hervor, dass man im Sport nicht sagen könne, ich will das eine gewinnen und kümmere mich nicht um das andere. „Da sind zu viele Dinge, die richtig laufen müssen, und Dinge die nicht falsch laufen dürfen, wenn du gewinnen willst. Du musst an jedes Rennen herangehen, dass es dir eine Möglichkeit bietet, zu gewinnen. Und dann musst du glücklich sein.“
Svindal fuhr dieses Jahr das erste Mal wieder seit zwei Jahren in Kitzbühel. Nach dem Gewinn des Super-G am Vortag endete am 23. Jänner 2016 sein Versuch, die Abfahrt zu gewinnen, im Krankenbett. Er stürzte bei schlechten Sichtverhältnissen und zog sich als zu diesem Zeitpunkt Führender im Gesamtweltcup einen Riss des vorderen Kreuzbandes und des Meniskus im rechten Knie zu.
2017 brach Svindal die Saison zwischen Wengen und den Hahnenkammrennen wegen einer neuerlichen und dringend notwendigen Knieoperation ab. Er kehrte Anfang dieser Saison zurück und landete gleich in seinem ersten Rennen als Abfahrtsdritter im November in Lake Louise auf dem Podest. Insgesamt neun Speedrennen bestritt er, drei davon gewann er bis jetzt, nie war er schlechter als Neunter. Im Gesamtweltcup polstert Svindal als Vierter mit 340 Zählern Rückstand auf Marcel Hirscher das Norweger-Paket hinter Henrik Kristoffersen und Kjetil Jansrud ab.
Am Dienstag nach dem ersten Abfahrtstraining bei ruppigen Verhältnissen hatte Svindal noch davon gesprochen, dass das vielleicht „nicht genau das Entry in Kitzbühel“ gewesen sei, dass er sich gewünscht hätte. Am Freitag sah die Welt schon ganz anders aus. „Ich glaube, einen besseren Start in das Renn-Wochenende könnte ich mir nicht wünschen. Es wäre sehr aufregend, die Abfahrt zu gewinnen“, will er einen der letzten weißen Flecken auf seiner Erfolgslandkarte befüllen. Lob gab es für seinen Servicemann: „Ohne einen schnellen Ski gewinnt keiner eine Abfahrt und auch nur schwer einen Super-G.“