Zürcher Börse stoppt Abwärtstrend
Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag zum zweiten Mal in Folge zugelegt und damit den Abwärtstrend der Tage davor ...
Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag zum zweiten Mal in Folge zugelegt und damit den Abwärtstrend der Tage davor gestoppt. Dennoch resultierte zum zweiten Mal im noch jungen Börsenjahr ein Wochenverlust. Nach einem verhaltenen Start zogen die Aktien gegen Mittag etwas stärker an und dann gegen Handelsende noch einmal, dabei bewegte sich der SMI zum Schluss um die Marke von 9.500 Punkten. Insgesamt verlief der Handel am ersten kleinen Verfallstermin des Jahres aber in ruhigen Bahnen.
Die Stimmung sei weiterhin tendenziell positiv gewesen, so ein Marktbeobachter in Zürich. Die Haltung der Investoren sei derzeit allerdings eher von Vorsicht geprägt als von Risikofreude, zumal die Berichtsaison in der Schweiz noch nicht richtig angelaufen sei. Und ein bisschen schienen die Marktteilnehmer auch den Prognosen vieler Banken zu misstrauen, wonach die Kurse in naher Zukunft weiter steigen dürften. Ein Thema war vor dem Wochenende auch die Budgetdebatte in den USA.
Der Swiss Market Index (SMI) schloss 0,61 Prozent höher bei 9.509,77 Punkten. Im Wochenvergleich ergab sich ein Minus von 0,4 Prozent. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) zog um 0,80 Prozent auf 1.567,5 Punkte an und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,58 Prozent auf 10.935,16 Punkte. Von den 30 wichtigsten Titeln legten 26 zu und drei gaben nach, einer schloss unverändert.
Am meisten gesucht bei den Blue Chips waren am Berichtstag Logitech (+2,4 Prozent). Am Markt wurde beim Computerzubehörhersteller mit einer Reihe guter Geschäftszahlen spekuliert, was Leerverkäufer zum Schließen ihrer Shortpositionen bewogen habe, hieß es in Börsenkreisen. Das Unternehmen wird am kommenden Dienstag das Resultat des dritten Quartals 2017/18 vorlegen.
Geberit (+2,2 Prozent) folgten dicht dahinter. Die Aktien knüpften damit an die sehr starke Performance des Vortages (+6,5 Prozent) an, welche von einem starken Umsatzausweis für 2017 initiiert worden war. Am Berichtstag erhöhten in der Folge die Analysten von Societe Generale und Kepler Cheuvreux das Rating für den Titel auf jeweils „Buy“ von „Hold“ und setzten die Kursziele neu auf klar über 500 Franken. Das Allzeithoch steht bei knapp 487 Franken und war im vergangenen August erreicht worden.
UBS (+2,0 Prozent) zogen vor dem für den kommenden Montag angesagten Jahresergebnis ebenfalls deutlich an, wogegen CS (+0,8 Prozent) etwas moderater zulegten.
Weit vorne zu finden waren zudem Lonza (+1,9 Prozent), Richemont (+1,6 Prozent) und Swatch (+1,5 Prozent) oder auch SGS (+1,2 Prozent). Der Prüfkonzern wird seine Jahreszahlen am kommenden Dienstag vorlegen.
Novartis (+0,6 Prozent) landeten nach einer schwächeren zweiten Tageshälfte trotz guter Tagesperformance knapp im hinteren Teil des Feldes. Den Genussscheinen von Roche (+0,6 Prozent) gelang am Ende zweier sehr schwacher Wochen ein Stabilisierungsversuch. Zu Beginn der Woche hatte Konzernchef Severin Schwan mit vorsichtigen Aussagen zur Profitabilität des Unternehmens die Investoren verunsichert und den Kurs der Genussscheine weiter unter Druck gesetzt. Am Freitag trug eine Zulassung in Japan für das Immun-Therapeutikum Tecentriq für die Roche-Tochter Chugai etwas zur Entspannung bei. Die kleine Schar der Verlierer umfasste Nestlé (-0,3 Prozent), Swiss Re und Zurich (je -0,2 Prozent), während Bâloise unverändert schlossen.
~ ISIN CH0009980894 ~ APA512 2018-01-19/18:36