Palästinenser fordern ICC-Hilfe für inhaftierte Palästinenserin

Tel Aviv/Jerusalem (APA/dpa) - Der palästinensische Außenminister Rijad al-Maliki hat den internationalen Strafgerichtshof (ICC) aufgeforder...

Tel Aviv/Jerusalem (APA/dpa) - Der palästinensische Außenminister Rijad al-Maliki hat den internationalen Strafgerichtshof (ICC) aufgefordert, gegen Israel vorzugehen. So solle sich der ICC unter anderem für die inhaftierte 16-jährige Palästinenserin Ahed Tamimi einsetzen, sagte Al-Maliki nach einem Bericht der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa vom Samstag.

Ein israelisches Gericht im Westjordanland hatte vor wenigen Tagen entschieden, dass die wegen tätlichen Angriffs auf einen israelischen Soldaten angeklagte Tamimi bis zum Ende ihres Verfahrens in Haft bleiben müsse. Dies verletze eine Reihe von UN-Konventionen, betonte Al-Maliki.

ICC-Chefanklägerin Fatou Bensouda solle ihre Befugnisse ausüben, um „ohne Verzögerung die Fortsetzung und Fortführung von Verbrechen gegen das palästinensische Volk verhindern“, zitierte Wafa den Minister. 2015 hatte Bensouda vorläufige Ermittlungen gegen Israel eingeleitet. Israel ist jedoch kein Vertragsstaat des Weltstrafgerichts.