Große Lawinengefahr in Salzburg: Stufe vier im Gebirge erwartet

Salzburg (APA) - In Salzburg dürfte die ohnehin bereits große Lawinengefahr im Lauf des Sonntags noch weiter steigen. Es wird erwartet, dass...

Salzburg (APA) - In Salzburg dürfte die ohnehin bereits große Lawinengefahr im Lauf des Sonntags noch weiter steigen. Es wird erwartet, dass die Warnstufe am Nachmittag für einen Großteil des Bundeslandes auf vier angehoben wird. Bereits gesperrt wurde auch der Gaisberg-Rundwanderweg oberhalb der Stadt Salzburg.

„25 bis 40 Zentimeter Neuschnee bis zum Abend, im Nordstau bis 50 Zentimeter möglich. Dazu null Sicht und ab etwa Mittag verbreitet Sturm oberhalb von 1.800 Metern“ - so beschrieb der Lawinenwarndienst die für den Tagesverlauf zu erwartende, recht ungemütliche Situation. Vereinzelt könnten sich mittlere oder sogar große Lawinen von selbst lösen.

Bereits am Vormittag herrschte in den Nordalpen ab 2.000 Metern Lawinenwarnstufe vier (groß). In den übrigen Gebirgsgruppen des Bundeslandes soll sie im Lauf des Tages von drei (erheblich) auf vier angehoben werden. Nur in den Lungauer Nockbergen dürfte sie bei drei bleiben.

Aber nicht nur im Gebirge herrschte Lawinengefahr: Der Gaisberg-Rundwanderweg oberhalb der Stadt Salzburg ist Sonntagfrüh wegen Lawinengefahr gesperrt worden. Weil der Schnee so nass sei, habe es im Bereich Hauser-Steg bereits erste Rutschungen gegeben, schilderte Roman Kloiber, Leiter der städtischen Lawinenwarnkommission. Er rechnet damit, dass die Sperre einige Tage aufrecht bleiben wird.

„Es gibt hier heroben auf 1.000 Meter Seehöhe rund 50 Zentimeter Neuschnee. Das kann man unten in der weitum grünen Stadt kaum glauben. Letzte Nacht ist da wieder einiges dazu gekommen“, so Kloiber. Die Lawinenwarnkommission werde die Situation laufend beurteilen und sobald wie möglich Entwarnung geben. Nicht betroffen von der Sperre ist die Kleine Zistelrunde.

Auch Autofahrer mussten in Salzburg mit Beeinträchtigungen rechnen: So waren hochgelegen Straßen wie etwa die Hochkönig Straße (B164) über den Filzensattel und den Dientner Sattel gesperrt. Der ÖTC empfahl für Westösterreich generell die Mitnahme von Schneeketten.