Tirol-Wahl: „Liste Fritz“ plakatiert Parteiobmann Fritz Dinkhauser
Innsbruck (APA) - Die Liste Fritz geht mit Parteiobmann und Listengründer Fritz Dinkhauser auf den Plakaten in den Wahlkampf für die Landtag...
Innsbruck (APA) - Die Liste Fritz geht mit Parteiobmann und Listengründer Fritz Dinkhauser auf den Plakaten in den Wahlkampf für die Landtagswahl am 25. Februar. Der 77-Jährige, der sich weitgehend aus dem politischen Tagesgeschäft zurückgezogen hat, hatte bereits angekündigt, vermehrt im Wahlkampf tätig zu sein. Der Nichteinzug „täte mir weh“, meinte Dinkhauser zur APA bei der Plakatpräsentation am Sonntag.
„Tirol lieben heißt Tirol beschützen“, ist auf den Wahlplakaten der Liste Fritz in Großbuchstaben zu lesen. Dinkhauser ist dabei zur Linken der Spitzenkandidatin Andrea Haselwanter-Schneider zu sehen. „Es geht für uns um alles“, gab sich diese nach der Plakatenthüllung kämpferisch. „Mein Wunsch wäre die Verdoppelung der Mandate“, äußerte Dinkhauser sein Wunschergebnis beim anstehenden Urnengang.
Erreichen möchte man dieses Ziel mit der auf den Plakaten ausgegebenen Tirol-Liebe und dem sich daraus ableitenden notwendigen Schutz des Landes. „Die Auswüchse des Massentourismus bringen auch Massenverkehr“, nannte Haselwanter-Schneider einen Aspekt, bei dem es ihrer Meinung nach Schutz bräuchte. Auch die „Ausbeutung der Leute im Tourismus“ war ihr generell ein Dorn im Auge. „Wir sind die Aufpasser im Land“, gab sie als Motto aus.
„Wir haben zehn Jahre konsequente und hartnäckige Oppositionsarbeit gemacht“, skizzierte Haselwanter-Schneider die Politik der Liste Fritz im Tiroler Landtag. Diese will man laut Dinkhauser auch unbedingt fortsetzen. „Wir gehen in keine Regierung, wir bleiben in Opposition“, legte sich der Parteiobmann unmissverständlich und unabhängig vom Wahlergebnis fest. „Entscheidend ist der Widerstand“, konkretisierte Dinkhauser.
„Kontrolle und soziales Gewissen sind wichtiger denn je zuvor“, schob er nach. „Allmacht braucht Grenzen und Macht braucht Kontrolle“, so die Spitzenkandidatin. Man trete gegen den „Einheitsbrei“ in Tirol an und sei als „Fixtsern am Polit-Himmel“ eine „Alternative“ nicht zuletzt auch für „frustrierte Wähler“, betonte Haselwanter-Schneider.
Die Liste Fritz tritt am 25. Februar zum dritten Mal bei einer Landtagswahl in Tirol an. Nach dem fulminanten Abschneiden im Jahr 2008, als die Gruppierung des ehemaligen ÖVP-Arbeiterkammerpräsidenten 18,35 Prozent der Stimmen lukrierte, folgte 2013 der Absturz auf 5,61 Prozent. Die Liste Fritz war zuletzt mit zwei Mandataren im Landtag vertreten.