Bezirk Kitzbühel

Arbeitsreiches Wintermärchen

© Thomas Boehm / TT

Die Bilanz zur Hahnenkamm-Party in der Innenstadt fällt positiv aus. Die Bühne im Stadtpark hat sich bewährt. Veranstalter Thomas Rass fordert eine Ausweitung der Getränkeverordnung auf die ganze Stadt.

Von Harald Angerer

Kitzbühel –„Der Schnee war nicht nur für die Pistenteams eine große Herausforderung“, sagt Thomas Rass, wenn er auf das vergangene Hahnenkamm-Wochenende zurückblickt. Rass ist mit seiner Firma Rass&Dorner der Veranstalter der Innenstadtparty. Er zieht eine sehr positive Bilanz. Sehr zufrieden ist er mit der neuen, zusätzlichen Bühne im Schulpark. „Die ist sehr gut angenommen worden“, freut sich Rass. Auch das neue Leitsystem habe hervorragend funktioniert. „Gefühlt waren heuer noch mehr Menschen am Samstag auf der Party, wir mussten die Innenstadt aber nie sperren, da der Zuschauerstrom gut aufgeteilt wurde“, schildert der Veranstalter. So habe man die Fans schon im Kurpark, unterhalb des Zielbereiches, geteilt. Damit kam es nie zu einem Stau vor dem Kirchberger Tor.

Es gebe derzeit drei Hotspots im Innenstadt-Eventbereich. So das Weltcuphaus vor dem Kirchbergertor, die Hauptbühne in der Innenstadt und seit heuer neu die kleinere Bühne im Schulpark. „Wir wollen noch einen vierten Hotspot schaffen, damit werden die Menschenmassen noch mehr geteilt. Als Platz ist der Kurpark angedacht. Hier steht von der Eröffnung schon eine kleine Bühne, diese könnte man nützen“, sagt Rass. Damit würden noch einmal etwa 800 Personen gebunden werden und die Innenstadt entlastet.

Viel Lob für die Veranstalter gab’s auch für das neue Speisenangebot. „Die Foodtrucks werden sehr gut angenommen“, sagt Rass. Sie hätten auch dazu beigetragen, dass am Sonntag nun mehr Bewegung in der Stadt war. „Es hat sich vom Vorjahr herumgesprochen, dass das Angebot gut ist, und die Zuschauer reagieren darauf“, schildert Rass. Auch wurden die Foodtrucks so platziert, dass sie in den ruhigeren Bereichen der Event-Zone aufgestellt waren. Damit war es zum Essen ruhiger und der Platz war ausreichend.

Der Sonntag sei aber für alle eine große Herausforderung gewesen. „Die 40 Zentimeter Schnee mussten erst einmal überall weg“, sagt Rass und auch Stadtbauhof-Chef Hans-Peter Mair betont, dass der Sonntag für seine Bauhofmänner sehr arbeitsintensiv war. Bereits um 1 Uhr morgens waren die Trupps unterwegs. „Fahrzeuge sind halt bei der Schneeräumung immer ein Problem und auch wenn noch Menschen unterwegs sind“, sagt Mair. Dennoch sei alles reibungslos verlaufen. „Aber die Arbeit für uns geht ja jetzt weiter“, sieht der Bauhof-Chef wegen der Niederschläge noch kein Ende in Sicht.

Anders sieht es bei Thomas Rass aus. „Wenn alles nach Plan läuft, sind wir am Montagabend fertig. Uli Dorner und seine Mannschaft arbeiten hier auf Hochtouren“, schildert Rass. An die 100 Personen waren auch beim Abbau noch im Einsatz.

Lob für die Veranstalter, sowohl für den Eventbereich an der Streif als auch in der Stadt, gibt es auch von Seiten der Polizei. „Im Zielbereich gibt es nahezu gar keine Vorfälle mehr und auch in der Stadt ist die Anzahl der Anzeigen in Anbetracht der Größe der Veranstaltung und der Menschenmenge sehr gering“, betont Martin Reisenzein, Polizei-Bezirkskommandant Kitzbühel. Sowohl Polizei als auch Rotes Kreuz streichen die Beschränkung von harten Alkoholika als sehr wichtig heraus. Hier möchte Rass in Zukunft auch noch etwas weiter gehen. Bisher beschränkte sich das Verbot von harten alkoholischen Getränken auf den Eventbereich. „Ich würde mir wünschen, dass die Verordnung für nächstes Jahr erweitert wird auf alle Bereiche im unmittelbaren Einzugsgebiet des Eventbereichs“, sagt Rass. Es gebe immer wieder Lokale und Trittbrettfahrer, die in großen Mengen zum Beispiel „Kurze“ verkaufen.

Hier soll es in den kommenden Monaten Gespräche mit den betroffenen Lokalen geben. „Natürlich wollen wir hier das Gespräch suchen, aber ohne eine Verordnung wird es nicht gehen“, ist sich Rass sicher.

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