Italien-Wahl: 104 Wahlsymbole eingereicht
Rom (APA) - Die traditionelle Zersplitterung der italienischen Parteienlandschaft überträgt sich auf den Wahlkampf für die Parlamentswahlen ...
Rom (APA) - Die traditionelle Zersplitterung der italienischen Parteienlandschaft überträgt sich auf den Wahlkampf für die Parlamentswahlen am 4. März. 104 Symbole wurden dem Innenministerium in Rom vorgelegt, das ist immerhin nur die Hälfte gegenüber jenen, die für die Parlamentswahlen im Februar 2013 eingereicht worden waren.
Von Freitag bis Sonntagnachmittag hatten die italienischen Gruppierungen Zeit, ihre Wahlsymbole vorzustellen, auch kleinste Splitterparteien meldeten bei der zentralen Wahlkommission in Rom ihre Logos an. Die Kommission muss dann die Gültigkeit der eingereichten Wahlsymbole prüfen. Als vorletzte Gruppierung reichte die Demokratische Partei (PD) um Ex-Premier Matteo Renzi ihr Logo ein.
Die Parteichefs setzen auf Personalisierung des Wahlkampfs. Auf den Logos mehrerer Gruppierungen steht der Name des Parteivorsitzenden im Vordergrund. Eklatant ist das Beispiel der rechtskonservativen Forza Italia von Ex-Premier Silvio Berlusconi. In dem Logo unter dem Parteinamen steht der Zusatz: „Berlusconi Präsident“, und das, obwohl der Parteigründer wegen einer Verurteilung nicht kandidieren darf.
Auch die ausländerfeindliche Lega, die zur gesamtnationalen Partei avancieren will und daher auf dem Parteisymbol auf den Begriff „Nord“ verzichtet hat, stellt den Namen ihres Vorsitzenden Matteo Salvini klar in den Vordergrund. „Salvini Premier“ steht unter dem Symbol des mittelalterlichen Freiheitskämpfers Alberto da Giussano mit Schwert und Schild in der Hand, dem Logo der Partei.
Deutlich zu erkennen, ist auch der Name der ehemaligen italienischen Außenministerin und Ex-EU-Menschenrechtskommissarin Emma Bonino auf dem Logo ihrer neuen Partei „Piu Europa“ (Mehr Europa) ersichtlich, mit dem sie im Bündnis mit Renzis PD in den Wahlkampf zieht. Auch Senatspräsident Pietro Grasso, Chef der neugegründeten Linkskraft „Liberi e Uguali“ (Frei und gleich), soll als Magnet für die linksorientierte Wählerschaft dienen. Sein Name prangt evident auf dem roten Wahlsymbol der Gruppierung.
Nach der Vorlegung der Wahlsymbole konzentrieren sich die italienischen Parteien jetzt ganz auf die Wahllisten. Diese müssen dem Innenministerium zwischen dem 29. und dem 31. Jänner vorgelegt werden.