Innsbrucker Lokal wegen Pokertischen geschlossen

Strafamt und Polizei haben wieder zugeschlagen und zwei Spiellokale zugesperrt. Dabei ging den Beamten auch ein „U-Boot“ ins Netz.

Die Pokerspieler müssen sich ein neues Lokal suchen. (Symbolfoto)
© dpa

Von Thomas Hörmann

Innsbruck –Es müssen nicht immer Spielautomaten sein: Pokertische waren am Montagabend bei einer Polizei-Razzia der Grund für die Schließung eines Innsbrucker Lokals. „Weil für das Betreiben von Pokertischen eine Genehmigung erforderlich ist, die in dem Fall nicht vorlag“, erklärt Florian Greil, Leiter des Innsbrucker Strafamtes, das die Amtshandlung mit Unterstützung der PI Flughafen durchführte.

Schauplatz der Kontrolle war ein Lokal im Westen von Innsbruck, das schon einmal vor etwa neun Monaten von der Behörde geschlossen werden musste. Damals waren verbotene Spielautomaten der Auslöser. Die fehlten zwar diesmal, aber die Pokertische führten zum gleichen Ergebnis: Die Beamten versiegelten das Lokal und tauschten die Schlösser aus.

In der vergangenen Woche war eine Bar in der Kranebitter Allee an der Reihe: Dort entdeckten die Beamten des Strafamtes in einem Hinterzimmer vier Glücksspiel­automaten. Da der Betreiber bereits bei einer früheren Kontrolle verwarnt worden war, sperrten die Polizisten diesmal den Betrieb zu.

Weiters konnten die Beamten bei den Kontrollen am Montagabend einen Mann festnehmen, der seit Jahren als „U-Boot“ in Tirol agiert. Der Lkw-Fahrer wies sich mit bulgarischen Papieren aus. Allerdings erinnerte sich Polizeijurist Anton Hörhager, den Mann bereits vor zehn Jahren wegen mehrerer Einbrüche festgenommen zu haben. Und damals war der Lkw-Lenker noch Georgier. Tatsächlich erwiesen sich seine Papiere als gefälscht. Wie die Ermittlungen weiters ergaben, hielt sich der Georgier jahrelang illegal in Tirol auf.


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