Aktivisten: Türkischer Konvoi in Syrien zur Umkehr gezwungen

Afrin/Damaskus (APA/AFP) - Ein türkischer Militärkonvoi ist laut Aktivisten in der Nacht auf Dienstag unter Beschuss der syrischen Regierung...

Afrin/Damaskus (APA/AFP) - Ein türkischer Militärkonvoi ist laut Aktivisten in der Nacht auf Dienstag unter Beschuss der syrischen Regierungstruppen gekommen und dadurch zur Umkehr gezwungen worden. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, hatte der türkische Konvoi aus dutzenden Militärfahrzeugen die Grenze überquert, um Truppen in einem Sektor 40 Kilometer südlich von Afrin zu verstärken.

Der Beschuss der Regierungstruppen habe den Konvoi aber gezwungen, in den Westen der Provinz Aleppo zu fahren, erklärte die oppositionsnahe Beobachtungsstelle. Von türkischer Seite gab es keine Bestätigung für den Vorfall. Die Türkei geht seit zehn Tagen gegen die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) in Afrin vor.

Die türkische Armee ist östlich und südlich von Afrin in den Provinzen Aleppo und Idlib mit eigenen Truppen präsent. Die syrische Regierung hat die türkische Offensive auf Afrin scharf kritisiert, ist aber ebenso wie ihr Verbündeter Russland bisher nicht dagegen eingeschritten. Die Kurden haben Damaskus aufgerufen, den Schutz der Grenze zur Türkei zu übernehmen, doch gab es bisher keine Reaktion auf diesen Hilfsappell.

Die Türkei verstärkte am zehnten Tag der Operation „Olivenzweig“ den Beschuss der YPG-Stellungen in Afrin. Laut der Beobachtungsstelle waren Rajo und Jandairis besonders betroffen. Wie ein AFP-Reporter in Afrin berichtete, war das Bombardement in den umliegenden Hügeln deutlich zu hören. In der Türkei schlug eine Rakete nahe der Grenzstadt Kilis ein, doch fiel sie auf ein freies Feld, wie vom Militär verlautete.

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