Olympia: Putin bat russische Sportler um Verzeihung

Moskau/Pyeongchang (APA/AFP/dpa) - Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich am Mittwoch bei russischen Sportlern entschuldigt, weil er si...

Moskau/Pyeongchang (APA/AFP/dpa) - Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich am Mittwoch bei russischen Sportlern entschuldigt, weil er sie nicht vor den Folgen des Dopingskandals beschützen konnte. „Verzeihen Sie, dass wir sie davor nicht schützen konnten“, sagte Putin in einer Rede vor Athleten, die vom IOC als „sauber“ eingestuft wurden und an den Olympischen Winterspielen in Südkorea (9. bis 25. Februar) teilnehmen dürfen.

Das Internationale Olympischen Komitee (IOC) hatte wegen der systematischen Manipulation von russischen Doping-Proben bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi insgesamt 43 russische Sportler lebenslang gesperrt und Russland von den bevorstehenden Spielen in Pyeongchang ausgeschlossen. Nur insgesamt 169 russische Sportler, die nachweislich „sauber“ und nicht in den Skandal involviert sind, dürfen unter neutraler Flagge an den Winterspielen in Südkorea teilnehmen.

Putin wünschte diesen bei der Verabschiedung in seiner Residenz am Stadtrand von Moskau viel Glück und riet ihnen, den Doping-Skandal zu ignorieren. „Sie müssen sich auf das Ergebnis und den Sieg konzentrieren“, betonte der 65-Jährige. „Alles, was rund um den Sport und rund um unsere Sportler passiert, soll Sie nicht ablenken. Sie alle sind Menschen, die es gewohnt sind und verstehen zu kämpfen.“

Putin richtete sich aber auch an die vom Großereignis in Pyeongchang ausgeschlossenen Athleten. „Wir werden unsere Sportler unterstützen, die nicht an den Olympischen Spielen teilnehmen dürfen. Für uns sind einige Dinge merkwürdig, die dazu geführt haben“, übte Putin Kritik an den IOC-Beschlüssen.


Kommentieren