Zwei Männer nach Explosion auf Schießplatz in Lebensgefahr

Eine Mannschaft des Sondereinsatzkommandos Cobra, die auf dem Areal trainierte, hörte in einem Schießkanal laute Verpuffungen. Die Bezirkshauptmannschaft sperrte die Anlage bis Montag.

Einsatzkräfte am Schießplatz.
© APA/Fotokerschi.at

Desselbrunn – Ein Brand und mehrere Explosionen von Munition hat Donnerstagvormittag in einer Anlage des oberösterreichischen Landesjagdverbandes in Desselbrunn (Bezirk Vöcklabruck) zwei lebensgefährlich Verletzte gefordert. Die gesamte Anlage wurde von der Bezirkhauptmannschaft bis voraussichtlich Montag gesperrt. Erst dann können die Ermittlungen zur Unglücksursache aufgenommen werden.

Ein Brand in einem Schießkanal dürfte offenbar eine Kettenreaktion von Munitionsverpuffungen in der Schießanlage ausgelöst haben.
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Eine Mannschaft des Sondereinsatzkommandos Cobra, die auf dem Areal trainierte, hörte am späteren Vormittag in einem Schießkanal laute Verpuffungen. Beim Nachschauen entdeckten die Polizisten, darunter auch ein Notfallsanitäter, zwei Sportschützen in der brennenden Bahn. Die Beamten zogen sie unter Einsatz ihres Lebens heraus, schilderte ein Polizeisprecher die Rettungsaktion. Die beiden Männer erlitten lebensgefährliche Verletzungen, einer von ihnen wurde in ein Wiener Spital geflogen. Die Opfer sind 62 und 50 Jahre alt und stammen aus Eberstalzell.

Infolge einer Kettenreaktion kam es anschließend immer wieder zu Verpuffungen von gelagerter Munition. Nach gut einer Stunde hatte die Feuerwehr den Brand mit Schaum gelöscht. Die Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck sperrte dann am Nachmittag die Anlage voraussichtlich bis Montag. „Es dürfte einiges in die Luft geflogen sein“, erklärte Bezirkshauptmann Martin Gschwandtner. Daher sei es in dem Schießkanal zu einer enormen Hitzeentwicklung gekommen. Erst wenn die Gefahr absolut gebannt sei, werde die Anlage für die Spurensicherung freigegeben. Dann werden die Ermittlungen von der Staatsanwaltschaft am Unglücksort aufgenommen, so der Bezirkshauptmann weiter.

Der von der Explosion betroffene Schießpark „Salzkammergut-Viecht“ dient zur Ausbildung von Jägern und Sportschützen. Auch Trainingsmöglichkeiten werden geboten sowie Wettbewerbe abgewickelt. (APA)

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