13 Menschen starben 2017 in Tirol nach Drogenkonsum

Die Anzahl der Suchtmittel-Opfer hat sich im Vorjahr gegenüber 2016 nahezu halbiert. Fast alle Toten waren Männer, drei stammten aus dem Ausland.

Symbolbild.
© Keystone

Innsbruck –Drogen führten im Vorjahr in Tirol zum Tod von 13 Menschen. „Im Vergleich zu früheren Jahren hatten wir relativ wenige Opfer“, sagt Walter Pupp, Leiter des Landeskriminalamtes: „Es gab auch schon Zeiten, in denen mehr als doppelt so viele Menschen nach dem Konsum von Suchtmitteln starben.“

Am schlimmsten fiel die Bilanz 2011 aus – die Polizei zählte damals 30 Suchtmittel-Opfer, in der Statistik des Gesundheitsministeriums schienen aufgrund der etwas anderen Zählweise 28 Tote auf. So viel wie 1993, dem zweitschlimmsten Jahr in der Tiroler Kriminalgeschichte. Die wenigsten Opfer verzeichnete die Tiroler Polizei im Jahr 2004 – elf Drogentote. 2016 lag mit 23 Verstorbenen etwas über dem Durchschnitt.

Zurück zur Gegenwart: Von den 13 Opfern im abgelaufenen Jahr war nur eines weiblich. Keine allzu große Überraschung für die Kriminalisten – bei den Tiroler Suchtgift-Toten waren Männer immer und meist deutlich in der Überzahl.

Ebenfalls keine Überraschung ist, dass die meisten Opfer im Bezirk Innsbruck-Stadt zu beklagen waren. „Hier hatten wir sechs Tote“, sagt Pupp. Zwei der „Innsbrucker“ Opfer stammten aus dem Ausland: „Aus den USA und Großbritannien“, zählt der LKA-Chef auf.

Nach der Landeshauptstadt belegt der Bezirk Schwaz Rang zwei in der traurigen Statistik: drei Drogentote. Bei einem Opfer handelte es sich um einen Deutschen. In den Bezirken Innsbruck-Land, Kufstein, Reutte und Landeck starb je ein männlicher Konsument von illegalen Suchtmitteln. In den Bezirken Kitzbühel und Lienz steht eine Null in der Drogenstatistik des Vorjahres – keine Todesopfer.

Pupp betont, dass nur Opfer gezählt werden, die unmittelbar nach dem Konsum starben. Wer zwei Wochen später einem drogenbedingten Kreislaufversagen erliegt, wird nicht erfasst. (tom)


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