Kindstötung im Spital: Großvater aus U-Haft entlassen

Der Mann war verdächtigt worden, die kleine Schwester des getöteten Buben missbraucht zu haben. Der Tatverdacht erhärtete sich laut Staatsanwaltschaft nicht.

Symbolfoto.
© Thomas Böhm

Wien – Der Schwiegervater jener Frau, die ihr Baby in einem Wiener Spital getötet haben soll, ist am Donnerstag aus der U-Haft entlassen worden. Einen entsprechenden Bericht der Kronen Zeitung (Samstagsausgabe) bestätigte Nina Bussek, Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Der Großvater war verdächtigt worden, die kleine Schwester des Buben missbraucht zu haben.

„Im Zuge der Ermittlungen hat sich der dringende Tatverdacht nicht erhärtet“, sagte Bussek. Deshalb sei „auf Antrag der Staatsanwaltschaft die Enthaftung erfolgt“.

Der Verdacht des Missbrauchs soll die 37-jährige Mutter der Kinder Anfang Jänner angeblich zur Verzweiflungstat getrieben haben. Der acht Monate alte Bub starb am 3. Jänner. Seine Mutter soll das Kind in einem Krankenhauszimmer erstickt haben. Die Frau war mit ihren beiden Kindern im Spital, nachdem es bei einem Familienbesuch rund um Weihnachten in der Wohnung des Beschuldigten in Niederösterreich zu sexuellen Übergriffen an der Vierjährigen gekommen sein soll.

Der Mann wurde am Dreikönigswochenende festgenommen. Der Ex-Diplomat wies die Anschuldigungen des Kindesmissbrauchs vehement zurück. Seine Schwiegertochter – sie hatte nach der Tötung des Babys einen Suizidversuch unternommen – wurde ebenfalls inhaftiert sowie in eine psychiatrische Abteilung gebracht. Die Frau befindet sich weiterhin in U-Haft. (APA)


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