Fußball: Haftstrafen in spanischem Manipulationsskandal gefordert

Madrid (APA/dpa) - Bekannten Fußball-Profis wie Ander Herrera von Manchester United oder Gabi Fernandez von Atletico Madrid droht wegen Verw...

Madrid (APA/dpa) - Bekannten Fußball-Profis wie Ander Herrera von Manchester United oder Gabi Fernandez von Atletico Madrid droht wegen Verwicklung in eine mutmaßliche Manipulationsaffäre eine zweijährige Haftstrafe. Dieses Strafmaß sowie eine sechsjährige Sperre hat in Spanien die Staatsanwaltschaft für insgesamt 36 aktive und ehemalige Spieler und für den mexikanischen Trainer Javier Aguirre gefordert.

Das berichtete die Sportzeitung „Marca“ am Mittwoch unter Berufung auf Justizkreise. Für vier Funktionäre seien längere Haftstrafen gefordert worden, hieß es.

Der Prozess wegen Manipulationsverdachts beim spanischen Erstligaspiel zwischen Levante und Real Saragossa am 21. Mai 2011 wurde Ende Jänner auf Antrag der für die Bekämpfung von Korruption zuständigen Staatsanwaltschaft neu aufgerollt. Das Gericht sieht genug Indizien dafür, dass die damaligen Saragossa-Spieler und ihr Trainer Aguirre vor knapp sieben Jahren in den Tagen vor dem Spiel bei Levante 965.000 Euro gesammelt hätten, um damit die Profis des Gegners zu bestechen.

Saragossa hatte damals in der letzten Runde einen Sieg benötigt, um dem Abstieg zu entgehen. Das Team gewann das schwierige Auswärtsspiel bei Levante mit 2:1 und rettete sich. Den Weg in die zweite Liga musste Deportivo La Coruna antreten, das daheim Valencia mit 0:2 unterlag.

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Dass die meisten der Beschuldigten bei einer Verurteilung tatsächlich hinter Gitter müssen, ist indes unwahrscheinlich: Haftstrafen von bis zu zwei Jahren werden in Spanien bei nicht vorbestraften Angeklagten fast immer zur Bewährung ausgesetzt.


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