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Höchstgericht prüft erneut Grundverkehr

Wer in Tirol Immobilien kaufen darf, regelt das Grundverkehrsgesetz. Weil es verfassungswidrig sei, regt das Verwaltungsgericht die Aufhebung an.

Das russische Ehepaar durfte in Igls kein Haus kaufen, deshalb wird jetzt das Grundverkehrsgesetz angefochten
© Michael Kristen

Von Peter Nindler

Innsbruck – Das Tiroler Grundverkehrsgesetz wurde 1993 als Jahrhundertgesetz gepriesen. Es sollte dem Ausverkauf durch ausländische Investoren einen wirksamen Riegel vorschieben. Doch seither musste der Landtag das Bodengesetz ein Dutzend Mal novellieren. Mit dem Beitritt zur Europäischen Union erfolgte wegen der Kapitalfreiheit eine weitgehende Liberalisierung. EU-Bürger dürfen Immobilien in Tirol kaufen. Aufrecht geblieben ist jedoch Ausländergrundverkehr durch Drittstaatenangehörige. Jetzt dürfte auch der Grunderwerb durch EU-Ausländer gelockert werden.


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