Auf Bronze-Bruder Michael gabs ein Schnapserl mit Papa Matt

Der Medaillensatz im Hause Matt ist komplett. Mario und Andreas legten für den Bronze-Ritt im Slalom von Bruder Michael eine Nachtschicht ein.

Sieben Jahre alt war Michael Matt (hinten), als Bruder Mario bei der Ski-WM in St. Anton 2001 Gold (Slalom) und Silber (Kombi) holte. Stolz hielt er damals die Medaillen – im Bild mit Mama Hanni, Mario, Andy und Papa Hubert Matt (von links).
© Zangerl

Flirsch – „Nichts Besonderes“, antworte Mario Matt auf TT-Nachfrage, was er denn seinem Bruder im Telefonat nach dem ersten Slalomdurchgang gesagt hätte. Da war es in Flirsch zwei Uhr morgens und Michael Matt hatte als Zwölfplatzierter in Südkorea nur noch theoretische Chancen auf Edelmetall. Es sei offensichtlich gewesen, versicherte Mario, der Slalom-Olympiasieger von 2014, dass sein Bruder Abstimmungsprobleme gehabt hätte. „Ich habe ihm gesagt, dass mit einem Bombenlauf noch viel möglich ist und das Rennen erst fertig ist, wenn der Letzte herunten ist.“ Oder wie im konkreten Fall, der Gold-Traum des Halbzeitführenden Henrik Kristoffersen im oberen Pistenabschnitt endete.

Wie Jungpapa Mario (Tochter Aurelia, vier Monate) schlug sich auch der zweite Bruder Andreas, Skicross-Silbermedaillengewinner von 2010, die Nacht um die Ohren. Als das bronzene Happy End gewiss war, galt es erst einmal, die gut 30 Stück Hochlandrinder zu versorgen. Später stieß Andy mit Papa Hubert an: „Ein Schnapserl in Ehren.“ Der am Vormittag beschäftigte Mario wollte abends im Kreise der Familie auf den nun kompletten Medaillensatz anprosten. (m. i.)

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