Gemeinderat gibt grünes Licht für dritten Pema-Turm
Im Gemeinderat wurde am Donnerstag der P3-Turm auf Schiene gebracht. Diverse Bausperren wurden aufgehoben.
Innsbruck – Der Innsbrucker Gemeinderat (und wenige Stunden zuvor der Bauausschuss) haben am Donnerstag zwei wesentliche Weichen für die städtische Entwicklung gestellt. Einerseits wurde der umstrittene P3-Turm von Pema-Chef Markus Schafferer auf Schiene gebracht, andererseits wurden diverse Bausperren aufgehoben.
Die Bausperren waren mit der ersten Auflage des neuen örtlichen Raumordnungskonzeptes (Öroko) verhängt worden, um die Planungsziele für die künftigen Vorbehaltsflächen für geförderten Wohnbau nicht zu gefährden. Im Ausschuss zeichnete sich aber ab, dass die Vorbehaltsflächen kaum eine politische Mehrheit finden würden, auch, weil von ihnen eine gewisse Rechtsunsicherheit für die Stadt ausgehe. Planungsstadtrat Gerhard Fritz (Grüne) erläuterte den Mandataren dann auch nochmals, dass auf die Stadt mögliche Klagen zukommen würden, sollten die Bausperren aufrechterhalten bleiben. Einzig die SPÖ stimmte gegen die Aufhebung, wie Stadtparteiobmann Helmut Buchacher bestätigt. Bis März soll nun übrigens die Stadtplanung eine privatrechtliche Vereinbarung ausarbeiten, mit deren Hilfe die Stadt auch ohne die Vorbehaltsflächen gewidmetes Bauland für geförderten Wohnbau reaktivieren könne.
Was den Hotel- und Büroturm P3 in der Südbahnstraße nahe des Hauptbahnhofes betrifft, beschloss der Gemeinderat am Donnerstag mehrheitlich die Auflage des Flächenwidmungs- und Bebauungsplans. Bei Ersterem haben Teile der ÖVP „versehentlich“ zugestimmt, wie ÖVP-Stadtrat Franz Gruber gegenüber der TT betont. Es habe aufgrund der geänderten Tagesordnung ein Missverständnis gegeben. Bis auf Franz Hitzl und Christian Kogler wollte die ÖVP dagegen stimmen.
„Damit bekommt auch Innsbruck nun ein Motel One Hotel, das einen starken Impuls für den gesamten Tourismus unserer Stadt setzen wird“, freute sich Schafferer. (mami, dd)