Neuer Chef für Hals, Nase und Ohren am BKH Schwaz

Primar Hannes Picker geht in den Ruhestand. Tomislav Cari´c ist sein Nachfolger am Schwazer Krankenhaus.

Tomislav Caric war zuletzt als Oberarzt für HNO an der Innsbrucker Uniklinik tätig.
© Dähling

Von Angela Dähling

Schwaz –Der Generationen- bzw. Abteilungsvorstandswechsel am Schwazer Krankenhaus hat sein Finale erreicht. Heute verabschiedet sich Hannes Picker, seit 1996 Primar der HNO, in den Ruhestand. Ihm folgt Tomislav Cari´c nach, der sich bei einem Hearing im August gegen drei weitere Bewerber um die Primarstelle durchsetzte. Der gebürtige Kroate absolvierte das Medizinstudium und die Facharztausbildung in seinem Heimatland – wobei die plastisch-rekonstruktive Kopf-, Hals- und Schilddrüsenchirurgie zu seinen Schwerpunkten zählte. Mehrere Monate war er im Zuge seiner Aus- und Fortbildung in Hamburg, New York und Irland tätig. Zuletzt war er Oberarzt an der Innsbrucker Uniklinik für HNO.

Von den internationalen Erfahrungen des 48-Jährigen und der guten Verbindung zur Innsbrucker Klinik werde das BKH Schwaz profitieren, ist Markus Haisjackl als ärztlicher Direktor überzeugt. Cari´c wird auch Pickers Ordination in Schwaz mit April übernehmen. „All unsere fünf HNO-Fachärzte haben Kassenordinationen“, sagt Gemeindeverbandsobmann Franz Hauser. „So kann man als Arzt einen Patienten vom Erstgespräch über die Operation bis zur Nachbehandlung betreuen. Das ist gut und anders als in vielen Kliniken“, erklärt Cari´c. Auch Haisjackl hebt die gute wohnortnahe fachärztliche Versorgung im Bezirk Schwaz hervor.

Laut BKH-Geschäftsführerin Margit Holzhammer wolle man den HNO-Fachschwerpunkt u. a. durch Cari´cs Erfahrungen in der Gesichtschirurgie erweitern und den Bereich der endoskopischen Chirurgie technisch aufrüsten. „Der operierende HNO-Arzt verfolgt künftig über einen Bildschirm, wo und wie er arbeitet“, erklärt sie.

Das HNO-Team versorgt pro Jahr rund 1500 Patienten und führt jährlich ca. 650 Operationen durch. Ob Schnarchen, häufige Entzündungen der Nasennebenhöhlen oder des Halses, anhaltender Husten oder erschwerte Atmung aufgrund einer Nasenscheidewandverkrümmung – es gibt viele Beschwerden, die die HNO-Ärzte lindern bzw. beheben können. Ein Drittel ihrer Patienten in Schwaz sind übrigens Kinder. Hat das auch etwas mit der Luftgüte im verkehrsbelasteten Bezirk zu tun? „Das könnte schon sein, dazu bräuchte es wissenschaftliche Studien“, meint Cari´c.

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