Das SPZ Zirl bekam gutes Zeugnis

Im Sonderpädagogischen Zentrum bekommen die Kinder direkt in der Schule ihre Therapien. Das Konzept hat sich bewährt.

© SPZ Zirl

Von Denise Daum

Zirl –Umfassend zufrieden sind Eltern mit dem Angebot des Sonderpädagogischen Zentrums (SPZ) in Zirl. Das hat eine Evaluierung ergeben, die Direktor Erich Steffan vor Kurzem durchgeführt hat. Mit dem Umzug in den Neubau im Jahr 2001 hat das SPZ eingeführt, dass Kinder die notwendigen Therapien wie Logo-, Ergo- und Physiotherapie direkt an der Schule bekommen – das war bis dahin an Sonderschulen unüblich. Die Vorteile dieses ganzheitlichen Konzepts liegen für Steffan auf der Hand. Die Schüler bleiben den ganzen Tag über in ihrer gewohnten Umgebung. Für die Eltern fällt der Stress weg, die Kinder von einer Therapie zur nächsten zu kutschieren.“ Das führe nur zu gestressten Kindern und Eltern. „Bei uns kommen die Kinder um 16 Uhr frei von allen therapeutischen und schulischen Sorgen nach Hause“, erklärt Steffan.

Dass die Eltern die Vorzüge des schulinternen Therapieangebots zu schätzen wissen, hat die Evaluierung klar gezeigt. Eine betroffene Mutter sagt dazu: „Die Kinder werden nicht zusätzlich durch ein intensives Nachmittagsprogramm belastet – das beträfe dann sehr oft auch Geschwisterkinder. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird durch Therapien an den Schulen auch für Eltern mit einem behinderten Kind ermöglicht.“

Ein weiterer wesentlicher Vorteil ist, dass die Kommunikation zwischen Pädagogen und Therapeuten erleichtert wird. „Durch die enge Zusammenarbeit und den ständigen Austausch ist die Förderung der Kinder individuell angepasst und effizienter“, betont Steffan. Besonders freut den Direktor, dass die Schüler gern zur Therapie gehen.

Für Erich Steffan ist der Mehrwert von schulinternem Therapieangebot auch ein Aspekt, der bei der Diskussion rund um die Abschaffung der Sonderschulen miteinbezogen werden sollte. „Eine Volksschule mit nur einem behinderten Kind kann dieses umfassende Angebot nicht leisten.“ Die Sonderschulen seien nicht, wie manchmal noch wahrgenommen, „Endstation“ für Kinder mit Beeinträchtigung, sondern eine individuell angepasste Bildungseinrichtung. „Wir bieten den Kindern die beste Chance auf Weiterentwicklung“, betont Steffan.

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