Tirol zu Ostern gut gebucht, Ski-Lust noch stark spürbar

Der Chef der Tirol Werbung, Josef Margreiter, blickt optimistisch in die Osterwoche, die Nachfrage der Gäste sei überall im Land gut.

© Thomas Böhm TT

Innsbruck –Heuer machen – im Gegensatz zum letzten Winter – Schneemassen die Touristiker glücklich. Und auch die Daten der ersten Monate der Wintersaison, also der Monate November 2017 bis Februar 2018, lassen Hoteliers und Liftbetreiber jubeln. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es laut Zahlen des Landes Tirol ein Nächtigungsplus von 5,6 Prozent. Und auch die Ankünfte nahmen um 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Die absoluten Zahlen sind wie immer gigantisch. Allein im Februar gab es in Tirol 1,527.939 Ankünfte. Und auch in der kommenden Woche sind die Betten voll. „Wir blicken optimistisch Richtung Ostern“, sagt der Geschäftsführer der Tirol Werbung Josef Margreiter. Die Nachfrage sei überall im Land gut, damit eine positive Stimmung in der Branche zu spüren.

Grundsätzlich sehr gut gebucht ist auch St. Anton, sagt Wilma Himmelfreundpointner vom Tourismusverband des Ortes: „Für Spätentschlossene gibt es aber in allen Kategorien noch Zimmer.“ Im Ort liegt immer noch ein Meter Schnee, im Skigebiet sind es drei Meter. Auch rund um Innsbruck sind die Zimmer gut gebucht, die Schneelage sei im Kühtai, in der Axamer Lizum, auf der Mutterer Alm oder dem Patscherkofel perfekt. Auch im Unterland und im Zillertal sei die Buchungslage sehr gut. Der schneereiche Winter spielt naturgemäß dem Fremdenverkehr in die Hände. Diese Lust am Skifahren sei, sagt Margreiter, auch auf den Märkten fühlbar. Denn: „Der Schnee fördert die Lust am Skifahren.“ Auch der Kalender meint es heuer gut mit den Touristikern. Der frühe Ostertermin ermögliche eine kompakte Saison, sodass auch tiefer gelegene Regionen diese Ferientage noch in ihrer Winterbilanz mitnehmen können. Viele Skigebiete schließen nach Ostern, einige höhergelegene lassen ihre Skilifte noch länger fahren. Margreiter: „Einiges kann sich abhängig vom Wetter auch noch kurzfristig entwickeln, denn Sonnenschein lockt natürlich mehr Gäste auf die Piste.“ Zudem setzen die Touristiker nach Ostern nicht mehr nur auf Schnee, sondern auch auf Veranstaltungen. „Schließlich wächst im Frühjahr die Konkurrenz durch alternative Destinationen und Freizeitmöglichkeiten wie Radfahren an“, erklärt Margreiter.

Auch österreichweit sind die Skigebiete gut gebucht. 81 Prozent der Winternächtigungen würden mit Touristen aus Europa lukriert, sagt Petra Nocker-Schwarzenbacher von der Wirtschaftskammer. Künftig setzt sie auf Gäste aus Kroatien, Polen, Ungarn oder Bulgarien. (ver)


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