Das Wetter in den Osterferien: Sonne, Regen und 20 Grad

Die Osterferien bringen heuer sehr abwechslungsreiches Frühlingswetter. Am Osterwochenende kommt aber erstmals in diesem Jahr die 20-Grad-Marke in Reichweite.

Frühlingsblumen im Park an der Innpromenade gegenüber dem Hofgarten in Innsbruck. (Archivfoto)
© Thomas Böhm

Innsbruck - Nach einer kalten Woche mit etwas Schnee und teils strengem Frost steigen die Temperaturen pünktlich zu den Osterferien langsam an. Laut dem Wetterdienst ubimet gibt es am Wochenende vor allem an der Alpennordseite viel Sonnenschein und zweistellige Höchstwerte. In der Karwoche stellt sich wechselhaftes Frühlingswetter ein, der Tiefdruckeinfluss nimmt gegen Mitte der Woche aber zu. Am Osterwochenende kommt erstmals in diesem Jahr die 20-Grad-Marke in Reichweite.

Vor allem in Tirol darf man sich am Wochenende über ausgezeichnetes Freizeitwetter mit viel Sonnenschein freuen. Die Temperaturen steigen auf 5 bis 14 Grad mit den höchsten Werten im Inntal. „Die Karwoche beginnt leicht unbeständig“, sagt Ubimet-Meteorologe Manfred Spatzierer. Die meisten Schauer seien in den Nordalpen zu erwarten. Die Temperaturen ändern sich kaum.

Auf Tief folgt Föhn

Am Mittwoch macht sich ein kräftiges Nordseetief bemerkbar, welches für Regen und auch teils stürmischen Westwind sorgen kann. Der Donnerstag verläuft kühler, an der Alpennordseite ist in mittleren Höhenlagen auch etwas Nassschnee nicht ausgeschlossen. Am Karfreitag stellt sich das Wetter grundlegend um und Österreich gerät unter den Einfluss einer milden, föhnigen Südströmung, womit erstmals in diesem Jahr verbreitet die 20-Grad-Marke in Reichweite kommt. Die Unsicherheit ist aber noch erhöht: „Bereits am Ostermontag deuten die Modelle auf eine Kaltfront und einen markanten Temperaturrückgang hin“.

Ausgezeichnete Schneelage in den Alpen

Skifahrer können sich in den Alpen auf ausgesprochen gute Pistenbedingungen freuen: „Die Schneelage ist für Ende März überdurchschnittlich“, bestätigt Spatzierer. Nur in tiefer gelegenen Skigebieten wurde die Saison bereits beendet, sonst gibt es eine sehr gute Schneelage für die Osterferien. Auch in höheren Tallagen der Alpen liegt noch viel Schnee. „Etwa in St. Anton, Seefeld oder Saalbach gibt es noch über einen halben Meter der weißen Pracht“, so Spatzierer. In 2000 m liegen meist noch 2 Meter Schnee, in 3.000 m Höhe beträgt die Schneedecke rund 4 Meter. „Im Hochgebirge wird das Maximum der Schneedecke meist im April erreicht“, so der Experte.

Ostern und das Wetter

Gerade zu Ostern ist beim Wetter nahezu alles möglich. Dies hat zwei Hintergründe: Einerseits variiert das Datum des Fests von Jahr zu Jahr stark, so ist das frühestmögliche Osterdatum der 22. März und das späteste der 25. April. Andererseits befinden wir uns in jener Zeit des Jahres, in der die Tageslänge pro Tag um 3 bis 4 Minuten ansteigt und die Tagesmitteltemperatur deutlich ansteigt. Ende März ist Schneefall im Bergland nichts ungewöhnliches, während Ende April im Flachland bereits die ersten Sommertage möglich sind.

„Allgemein nehmen die Temperaturgegensätze zwischen Nord- und Südeuropa im Frühjahr zu, weshalb sowohl milde Wetterabschnitte als auch Kaltluftausbrüche keine Seltenheit sind“ erklärt Spatzierer. „Das Wetter im Frühjahr stellt für Meteorologen eine besondere Herausforderung dar“. (TT.com)


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