Gemeinsamer Saisonstart der Kitzbüheler Verbände
Die vier Kitzbüheler-Alpen-Tourismusverbände laden erstmals gemeinsam zu einem großen Bergsommer-Opening. In Zukunft will man noch stärker zusammenarbeiten.
Von Harald Angerer
Kirchberg –Der Winter ist noch nicht vorbei, doch bei den Kitzbüheler-Alpen-Tourismusverbänden denkt man schon an den Sommer. Die vier Verbände Hohe Salve, Brixental, St. Johann und Pillerseetal starten heuer erstmals gemeinsam in die Sommersaison. Gestern haben die Verbände das Bergsommer-Opening präsentiert.
„Wir wollen die gemeinsamen Stärken zeigen“, sagt Gernot Riedel, Geschäftsführer des TVB St. Johann. Die Idee war es, einen klaren Start für die Sommersaison zu definieren. „Der Winter startet meist mit Ski-Openings oder ähnlichen Events, für den Sommer gibt es so etwas nicht“, schildert Stefan Astner, Geschäftsführer des TVB Hohe Salve. Deshalb starten die Kitzbüheler Alpen vom 10. Mai bis 3. Juni in die Sommersaison. Dazu wurde ein umfangreiches Programm zusammengestellt. Über 50 Veranstaltungen werden in der gesamten Region, von Maria Stein bis Hochfilzen, in diesen drei Wochen durchgeführt. „Es wird jeden Tag ein Angebot geben“, schildert Riedel.
Mit ins Boot geholt wurden auch die Bergbahnen der Region, so soll es an verschiedenen Tagen 50 %-Aktionen geben, das Ganze wird mit dem Slogan „Zehn Berge zum Preis von fünf“ beworben. „Wir wollen damit bewusst die Saison nach vorne verlängern. Das Ganze ist auch keine Eintagsfliege, sondern soll über die kommenden Jahre noch ausgebaut werden“, schildert Riedel. Für die Vermieter und Hoteliers gebe es damit auch einen Anreiz, ihre Betriebe früher zu öffnen.
„Wir wollen, dass die Gäste damit auch die gesamte Region kennen lernen“, sagt Max Salcher, Geschäftsführer des TVB Brixental. Denn dank der neuen Gästekarte ist es den Touristen möglich, die Bahn kostenlos zwischen Wörgl und Hochfilzen zu nutzen. Auch die Gästekarte haben die Verbände nun angepasst. Die Karte hat in der gesamten Kitzbüheler-Alpen-Region dasselbe Erscheinungsbild „und die einheitlichen Grundleistungen wie eben die Bahnkarte“, erklärt Armin Kuen, Geschäftsführer des TVB Pillerseetal. Durch die gemeinsame Karte ergibt sich auch ein enormes Einsparungspotenzial beim Ankauf der Karten und dem Betrieb des einheitlichen Systems.
Auch Busse können mit den Karten genutzt werden, aber noch nicht ganz regionsübergreifend. Hier gibt es nun jeweils Brixental und Hohe Salve oder St. Johann und Pillerseetal, welche verbunden werden können. „Die Befragung der Gäste hat ergeben, dass sie für weitere Strecken die Bahn nutzen und den Bus nur für die kurzen Ausflüge“, schildert Astner. Man sei aber bestrebt, mit dem Verkehrsverbund Tirol auch eine Lösung für den gesamten Kitzbüheler-Alpen-Bereich zu schaffen.
Zukunftsmusik ist eine weitere Entwicklungsstufe der Gästekarte. Diese könnte schon bald auf das Handy geladen werden. Hier läuft die Erprobung erst. Damit würde die Abwicklung noch einmal deutlich einfacher, sowohl für den Vermieter als auch für den Gast, wie die vier Geschäftsführer betonen. Durch die digitale Variante würden sich noch deutlich mehr Möglichkeiten ergeben. So könnten zum Beispiel Leistungen tagesaktuell auf die Karte aufgebucht werden. „Die enge Zusammenarbeit der Regionen bringt uns viele Möglichkeiten, die einer alleine nicht umsetzen oder finanzieren könnte“, betont Salcher.
Noch im April sollen alle Vermieter und Hoteliers den Umgang mit der neuen Gästekarte lernen. Es wird in allen vier Regionen Schulungen dazu geben, Mitte April will man dann mit den Karten durchstarten.