Frankfurter Börse

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die wachsende Eurostärke hat dem DAX am Montag zugesetzt. Nach einem weitgehend freundlichen Verlauf dreht...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die wachsende Eurostärke hat dem DAX am Montag zugesetzt. Nach einem weitgehend freundlichen Verlauf drehte der deutsche Leitindex am Nachmittag in die Verlustzone und rutschte auf den tiefsten Stand seit Februar 2017.

Auch europaweit ging es trotz eines beachtlichen Erholungsversuchs der US-Börsen abwärts. „Der schwache US-Dollar treibt das britische Pfund und auch den Euro hoch und hält so die Optimisten am Aktienmarkt in Schach“, sagte Analyst Michael van Dulken von Accendo Markets und sprach vom fehlenden Vertrauen in eine Trendwende.

Mit einem Abschlag von 0,83 Prozent auf 11.787,26 Punkte ging das deutsche Börsenbarometer aus dem Tag, nachdem er bereits in der vergangenen Woche etwas mehr als 4 Prozent eingebüßt hatte. Der MDAX der mittelgroßen Werte verlor zum Wochenauftakt 0,27 Prozent auf 25.134,71 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDAX büßte 1,68 Prozent auf 2.512,41 Punkte ein.

„So sieht keine konstruktive Erholung aus“, kommentierte Marktexperte Daniel Saurenz von Feingold Research den „miesen Start in die Karwoche“. Allerdings ist der DAX aus seiner Sicht nun, nachdem er seit Jänner rund 2.000 Punkte eingebüßt hat, „anständig bewertet“ und sei nicht weit davon entfernt angesichts der Unternehmensgewinne wieder günstig zu werden.

Besonders schwach im DAX zeigten sich die Aktien des Medizintechnikunternehmens Fresenius, die um weitere 2,3 Prozent nachgaben und auf dem tiefsten Stand seit rund zwei Jahren schlossen. Am Markt wurden dafür charttechnische Gründe genannt.

Zu den wenigen Gewinnern zählten trotz des starken Euro Autowerte: BMW stiegen als DAX-Favorit um 1,2 Prozent und VW um 0,7 Prozent. Daimler verloren unterdurchschnittliche 0,4 Prozent. Sie setzten zur Erholung an, nachdem sie aus Sorge vor US-Strafzöllen in jüngster Zeit spürbar verloren hatten. Doch die Europäische Union (EU) ist zunächst bis Anfang Mai von den US-Strafzöllen auf Aluminium und Stahl ausgenommen und US-Präsident Donald Trump ließ auf seine Androhung von Zöllen auf europäische Autos bisher keine Taten folgen.

Im TecDAX sprangen die Anteile von Evotec um 4,6 Prozent nach oben. Das Biotech-Unternehmen will mit dem Einsatz einer Lösung namens Indigo die klinische Reife von Wirkstoffkandidaten beschleunigen. Rib Software hingegen weiteten ihre kräftigen Verluste von rund 23 Prozent auf Freitag weiter aus und büßten nun weitere 13,2 Prozent ein. Vor dem Wochenende hatte der Bausoftware-Hersteller mit einer Kapitalerhöhung Zweifel an seiner Unternehmensstrategie geweckt.

Im SDAX sackten die Aktien von Südzucker um 4,4 Prozent ab. Der Zuckerproduzent rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit einem deutlichen Rückgang des operativen Konzernergebnisses und geht zudem von einem operativen Verlust im Segment Zucker in Höhe von 100 bis 200 Millionen Euro aus.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA420 2018-03-26/18:24