Rad: Denifl mit Knieproblemen - Heimetappe im Stubai bei Ö-Rundfahrt

Telfes (APA) - Titelverteidiger Stefan Denifl laboriert rund drei Monate vor der Österreich-Radrundfahrt an einer erneut aufgetretenen Knieb...

Telfes (APA) - Titelverteidiger Stefan Denifl laboriert rund drei Monate vor der Österreich-Radrundfahrt an einer erneut aufgetretenen Knieblessur. Der Tiroler hat nach Problemen im Jänner auch im März nicht trainieren können, ist aber optimistisch bald wieder einsteigen zu können, wie er am Dienstag bei der Präsentation der zweiten Ö-Tour-Etappe mit Ziel in seiner Heimat im Stubaital erklärte.

„Bis jetzt war meine Saison bescheiden, im Jänner hatte ich Spannungskopfschmerzen und nach den ersten zwei Rennen habe ich wieder Knieprobleme bekommen. Ich bin seit drei Wochen in Behandlung und abseits vom Rad wieder schmerzfrei. Ich hoffe, dass ich bald wieder trainieren kann“, sagte Denifl.

Am betroffenen rechten Knie hatte er 2014/15 wegen einer Sehnenreizung neun Monate Zwangspause einlegen müssen. Er schaffte es aber wieder erfolgreich zurück ins Renngeschehen. Im Vorjahr gelangen Denifl mit dem ersten Gesamtsieg bei der Österreich-Rundfahrt und seinem sensationellen Etappensieg bei der Vuelta a Espana im September seine bisher größten Erfolge.

Die neuerlichen Knieprobleme und der damit verbundene Trainingsausfall seien ziemlich problematisch, gestand der 30-Jährige. „Ich habe im Jänner nicht voll trainieren können, jetzt wieder drei, vier Wochen. Ich glaube aber, das sollten in den nächsten paar Wochen gelöst sein. Meine Highlights liegen ja erst später im Jahr, aber der Weg zurück wird hart sein“, meinte der weiterhin für das irische Aqua-Blue-Team fahrende Jungvater.

Die vorgestellte Rundfahrtetappe mit Start in Feldkirch und Ziel in Fulpmes sei eine zusätzliche Motivation. „Für mich ist das natürlich eine Riesensache, eine Heimetappe ist etwas ganz Besonderes“, betonte Denifl. Im Stubaital ist das Rennen nach 1983, 1991 und einem Bergzeitfahren 1992 zum vierten Mal zu Gast. Der genaue Streckenverlauf des gesamten Rennens wird erst im Mai bekanntgegeben.

Vor der Rundfahrt will Denifl auch noch die Tour de Suisse als einen seiner Höhepunkte bestreiten. Er hofft, im Mai bei der Tour of Yorkshire oder der Norwegen-Rundfahrt wieder ins Renngeschehen zurückkehren zu können. Für den Giro d‘Italia hat sein Team keine Einladung erhalten. Neben der Titelverteidigung bei der Ö-Tour von 7. bis 14. Juli mit dem Ziel in Wels gilt sein Augenmerk freilich auch der Heim-WM auf Tiroler Boden im Herbst.