Wohnungen in Tirol bleiben besonders teuer
Kitzbühel bleibt teuerster Bezirk in Tirol, Innsbruck unter den teuersten Landeshauptstädten. Preise für „günstige“ Wohnungen steigen stark.
Wien, Innsbruck –Der Markt für Eigentumswohnungen brummt. Im Rekordjahr 2017 haben 49.584 Wohnungen im Gesamtwert von 10,6 Mrd. Euro den Besitzer gewechselt. Damit wurden um 3,6 Prozent mehr Wohnungswechsel auf den Grundbuchsgerichten verbüchert als 2016. Mit 5733 verkauften Wohnungen haben die Eigentumswohnungswechsel in Tirol mit plus 7,8 Prozent den Bundesschnitt deutlich übertroffen. Damit wechselten in Tirol Wohnungen im Wert von 1,24 Mrd. Euro ihre Besitzer. Der Wert pro verkaufter Wohnung in Tirol ist damit sogar um 1,7 Prozent auf 216.416 Euro gesunken, liegt aber immer noch deutlich über dem Bundesschnitt. Der Quadratmeterpreis ist im Vorjahr nur noch moderat um 0,2 Prozent auf 3197 Euro gestiegen, teilte der Maklerverbund Re/Max mit.
„Die Preise haben in allen Bundesländern außer Tirol zugelegt, aber insgesamt ist eine deutliche Beruhigung erkennbar“, so Re/Max-Geschäftsführer Bernhard Reikersdorfer. Österreichweit stieg der Gesamtwert der verkauften Wohnungen zum bisherigen Rekordjahr 2016 um 9,4 Prozent oder 907 Mio. Euro. Die Quadratmeterpreise stiegen um 6,5 Prozent auf 3094 Euro. Pro Wohnung flossen in Österreich durchschnittlich 194.208 Euro. Das waren um 11.384 Euro oder 6,2 Prozent mehr als 2016.
Die Steigerung der Wohnungsverkäufe sei vor allem auf Neubauten zurückzuführen, schreibt Re/Max. Hier habe es ein Plus von 8,5 Prozent gegeben, während die Anzahl der verkauften Gebrauchtwohnungen nur um 1,4 Prozent zulegte.
Im Bundesländervergleich sind die Wohnungspreise in Tirol, Vorarlberg, Salzburg und Wien besonders hoch. Nach Bezirken zahlt man in Wien-Innere Stadt (956.000 Euro), Wien-Wieden (356.000) und Kitzbühel (351.000) am meisten. Mit 151.295 Euro war der durchschnittliche Wert der verkauften Wohnungen unter den Tiroler Bezirken in Lienz am geringsten. Die teuerste Landeshauptstadt ist Bregenz (254.000), knapp vor Salzburg (252.000) und deutlich vor Innsbruck (220.000).
Ein Trend der vergangenen Jahre sei, dass der Preis von günstigen Wohnungen deutlicher steige als die Preise von teureren Wohnungen. Während die Preise für Wohnungen im oberen Preisviertel um 30 Prozent stiegen, legten jene im unteren Preisviertel um fast 47 Prozent zu. (TT, APA)