Martin Dorfer neuer EUFOR-Kommandant in Bosnien
Sarajevo/Wien (APA) - Bereits zum siebten Mal in Folge stellt Österreich den Truppenchef der EU-Mission für Bosnien-Herzegowina (EUFOR). Am ...
Sarajevo/Wien (APA) - Bereits zum siebten Mal in Folge stellt Österreich den Truppenchef der EU-Mission für Bosnien-Herzegowina (EUFOR). Am Mittwoch übergab der bisherige EUFOR-Chef, Anton Waldner, das Kommando an den Steirer Martin Dorfer. Dorfer führt nun für ein Jahr 630 Soldaten aus insgesamt 19 Ländern, darunter 14 EU-Staaten.
Sicherheit und Stabilität am Westbalkan sei ein „wichtiger sicherheitspolitischer Faktor für Europa“, betonte Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ), der die EUFOR-Mission selbst vor rund einem Monat gemeinsam mit der von der FPÖ nominierten Außenministerin Karin Kneissl besuchte. Das österreichische Engagement und die Erfahrung sei auch „auf EU-Ebene hoch anerkannt“.
Österreich beteiligt sich seit 1996 an der Mission und ist bei der EUFOR/ALTHEA-Mission traditionell der größte Truppensteller. Aktuell sind rund 200 Bundesheer-Soldaten im Camp Butmir am Rande der bosnischen Hauptstadt Sarajevo stationiert. Die Grundlagen für den Einsatz der internationalen Friedenstruppe in Bosnien-Herzegowina sind im Vertrag von Dayton und in den UNO-Resolutionen 1031 und 1088 geregelt.
Wie Waldner kürzlich in einem Interview mit der APA sagte, werde es die EUFOR-Mission in Bosnien seiner Ansicht nach „noch Jahre“ geben. „Das wird auch abhängig sein von den nächsten Schritten im EU-Annäherungsprozess“, so Waldner. Sarajevo stellte 2016 seinen Antrag zur Verleihung des Status eines EU-Beitrittskandidaten. Ende Februar übergab die bosnische Regierung einen Fragebogen mit über 3.000 Antworten an Brüssel, der als Grundlage für die Entscheidung über die Verleihung des Kandidatenstatus dienen wird.