Deutsche Verdi macht mit Warnstreiks im öffentlichen Dienst Druck

Berlin (APA/Reuters) - Die deutsche Dienstleistungsgewerkschaft Verdi will mit bundesweiten Warnstreiks vor der dritten Verhandlungsrunde im...

Berlin (APA/Reuters) - Die deutsche Dienstleistungsgewerkschaft Verdi will mit bundesweiten Warnstreiks vor der dritten Verhandlungsrunde im öffentlichen Dienst Druck machen. Am 9. und 13. April werde es zu den punktuellen Arbeitsniederlegungen kommen, kündigte Verdi-Chef Frank Bsirske am Mittwoch an.

Im Saarland werde am 12. April ganztägig landesweit gestreikt. Bsirske warf den Arbeitgebern vor, in den zwei vorhergehenden Verhandlungsrunden kein Angebot vorgelegt zu haben. Vor allem hätten sie keine Bereitschaft erkennen lassen, „einen Akzent“ in unteren und mittleren Einkommen zu setzen. „Damit sind wir im Grunde in einer Situation, wo die Verhandlungen feststecken“, sagte der Gewerkschafts-Chef.

Die Gewerkschaften im Öffentlichen Dienst fordern sechs Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten für die 2,3 Millionen Beschäftigten in Bund und Kommunen. Die Entgelterhöhung soll jedoch mindestens 200 Euro monatlich betragen. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 15. und 16. April in Potsdam geplant. Nach Verdi-Angaben haben sich an den vergangenen Warnstreiks 70.000 Arbeitnehmer beteiligt.